Ein gemischtes Doppel für die Stadtzürcher SP

Gabriela Rothenfluh und Marco Denoth heissen die neuen Co-Präsidenten der Stadtzürcher SP. Die beiden folgen auf das Frauen-Duo Beatrice Reimann und Andrea Sprecher, welche die SP der Stadt Zürich fünf Jahre lang geleitet haben.

Marco Denoth und Gabriela Rothenfluh, Co-Präsidenten der Stadtzürcher SP.

Bildlegende: Marco Denoth und Gabriela Rothenfluh führen neu die wählerstärkste Partei in Zürich an, die SP. zvg

Die 39-jährige Soziologin Gabriela Rothenfluh sitzt seit 2011 im Zürcher Gemeinderat. Sie engagiert sich vor allem in der Wohnbaupolitik und vertritt die SP in der Hochbaukommission. Der 39-jährige Architekt ETH Marco Denoth ist seit 2012 im Stadtparlament. Auch er ist Mitglied der Hochbaukommission.

Die beiden Gemeinderäte aus dem Stadtzürcher Kreis 6 wurden ohne Gegenkandidaten per Akklamation gewählt. Die Partei wird demnach weiterhin von einem Co-Präsidium geleitet. In den vergangenen fünf Jahren hatten bereits Beatrice Reimann und Andrea Sprecher die SP gemeinsam präsidiert. Mit ihrem Rücktritt wollten die beiden Frauen dem neuen Präsidium im Hinblick auf die Wahlen 2018 ausreichend Zeit verschaffen, um «mit den Sektionen, der Fraktion und den Stadträtinnen und Stadträten eine gute Beziehung und Vertrauen aufzubauen», wie sie im März betont hatten.

Pointiert und kämpferisch

Die frisch gewählte Gabriela Rothenfluh freut sich auf die kommende Aufgabe. Und sie ist überzeugt, dass das neue Co-Präsidium den Wählerrückgang der letzten Jahre stoppen kann, wie sie dem Schweizer Radio sagte: «Die Stärke von Marco Denoth und mir ist, dass wir das breite Parteispektrum abdecken.»

Und auch der Bündner Architekt Marco Denoth zeigt sich zuversichtlich: «Wir müssen kämpfen. Mit klaren Aussagen und guten Lösungen.» So wollen die beiden frisch gewählten Co-Präsidenten den Wähleranteil wieder über die 30-Prozent-Grenze hieven.