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Zürich Schaffhausen Ein neues Zuhause, aber noch keine Heimat

Das Zuhause verlassen, in ein anderes Land flüchten - hunderttausende Menschen sehen sich derzeit dazu gezwungen - so auch die syrische Familie Malki-Hennawi. Seit zwei Jahren lebt sie in Zürich - und ist mehr als glücklich, an diesem Ort leben zu dürfen. Das Heimweh allerdings ist geblieben.

  Die Flüchtlingsfamilie Malki-Hennawi: Angela Malki (38), Simon (9), Gabriel (7), Fahad Hennawi (49) und Ziad Malki (33), Angelas Bruder und Dolmetscher.
Legende: Die Flüchtlingsfamilie Malki-Hennawi: Angela Malki (38), Simon (9), Gabriel (7), Fahad Hennawi (49) und Ziad Malki (33), Angelas Bruder und Dolmetscher. SRF

Wovon träumt die Familie Malki-Hennawi? Bei dieser Frage müssen die Kinder keine Sekunde überlegen: «Wir möchten nach Hause», sagen Simon (9) und Gabriel (7). Und sie sprechen dabei für die ganze Familie. Trotzdem fühlen sich die Vier in der Schweiz inzwischen sehr wohl. Die Kinder gehen gerne in die Schule, spielen in einem Fussballclub, haben viele Freunde gefunden und sprechen fliessend Schweizerdeutsch.

In Syrien lebten die Malki-Hennawis in einer grosszügigen Wohnung, sie besassen ein Auto, genug Geld, und wussten in Aleppo viele Freunde und Familienmitglieder um sich. In Zürich leben sie alleine, in einer spärlich eingerichteten 3-Zimmer-Wohnung. Eine Arbeit hat Vater Fahad noch nicht gefunden. Aber alle sind sie froh, überhaupt an diesem Ort sein zu dürfen.

Freundinnen und Arbeit finden

Die Schweiz wird für die nächsten Jahre das neue Zuhause der Familie sein. Gut möglich, dass sie nie mehr nach Syrien zurückkehren können. Für ihre Zukunft in der Schweiz wünscht sich Mutter Angela, dass sie ein paar Freundinnen findet, dass ihre Kinder in der Schule gut mithalten können und dass ihr Mann eine Arbeit findet: «Dann bin ich glücklich».

Die Eltern geben nicht auf. Aber sie kämpfen mit dem Gefühl, ihre Heimat verloren zu haben, mit dem Gefühl, plötzlich nirgendwo mehr hinzugehören - und keine Ahnung zu haben, wie die Zukunft aussehen wird.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    Finde das total daneben. Da macht man so ein Portrait von einer Familie, aber dann ist man bei SRF nicht mal fähig dazu, diese Leute vor diesen aggressiven und feindseligen Kommentaren zu schützen unten in den Kommentarzeilen. Einfach nur hässlich das, SRF...! Sind wir hier eigentlich in Ungarn oder wo? Verdammt nochmals.
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  • Kommentar von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
    Gebt doch der armen Familie eine Luxuswohnung ein schönes Auto damit sie glücklich werden. Kaum in Sicherheit steigen die Ansprüche ins unermessliche. Wir müssen für alles arbeiten uns wird nichts geschenkt.
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  • Kommentar von Peter Maurer (MassderDinge)
    Toll? Nein! Die gehen nie und nimmer zurück! Wer arbeitet, zahlt denen alles, völlig ungefragt! Bodenlose Frechheit! Sofort raus! Schule, Fussball, bla bla bla, wir haben solche Fälle auch bei uns auf dem Dorfplatz, verschleiert, Großfamilien, teils Rüpelbuben, die jetzt im Dorf mitmischen, mit anderer Herkunft und ohne Hemmungen... was wird später aus unseren Mädchen? Ich sage raus, alle, schnell! Das sind keine Bagatellen! Das sind unglaublich weit reichende Probleme!
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