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Zürich Schaffhausen Ein Paradies verschwindet

Hans Hensler, Schaffhauser Stadtoriginal, Gärtner und Sammler, hinterliess nach seinem Tod vor zehn Jahren ein besonderes Vermächtnis: ein verwunschener Garten mit exotischen Pflanzen und skurrilen Objekten. Trotz vielen Besuchern schliesst der Garten bald. Die Erben wollen ihn anders nutzen.

Hans Hensler war Gärtner aus Leidenschaft. Bis zu seinem Tod im Juli 2004 kümmerte er sich um seinen phantasievollen Garten, der nicht nur seltene Pflanzen, sondern auch viele skurrile Objekte beherbergte. So fanden alte Weinfässer ebenso einen Platz wie ein Taufstein aus einer Kirche. Aber auch scheinbar Banales, wie eine Wasserpumpe oder ein Blitzableiter, integrierte er in den Garten.

«Aus Freude am schönen Alten»

Die Geschichte der Stadt Schaffhausen, die Bewohnerinnen und Bewohner, interessierten Hans Hensler. Er wollte Altes bewahren, gleichzeitig aber auch Neues kreieren. An seinem «Glockenturm», zusammengesetzt aus 157 alten Grabsteinen, arbeitete er jahrelang. «Aus Freude am schönen Alten» war Henslers Antrieb und Credo.

Nach seinem Tod sorgten Martin Huber und Barbara Scalabrin mit ihrer Stiftung dafür, dass der Garten in Stand gehalten wurde. Ein Einsatz, der sich lohnte: In den letzten zehn Jahren streiften 5000 Besucherinnen und Besucher durch das Gesamtkunstwerk. Damit ist es aber nun bald vorbei. Im Herbst wird der Garten komplett umgebaut und ist für die Öffentlichkeit dann nicht mehr zugänglich. Dass die Erben den Garten nicht mehr erhalten wollen, beschäftigt Martin Huber und Barbara Scalabrin: «Das Gesamtkunstwerk wird jetzt relativ schnell zerstört, das tut uns schon weh», sagt Huber gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen.»

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