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Zürich Schaffhausen «Ein unbrauchbarer Vorschlag»: Keine Naturalien für Flüchtlinge

Die Zürcher SVP verlangte in einem Vorstoss, dass Flüchtlinge mit Status F kein Bargeld mehr erhalten sollen. Statt dessen sollten sie in Naturalien, etwa Bons, bezahlt werden. Die Mehrheit des Kantonsrates wollte davon aber nichts wissen. Denn dieses System sei bereits früher missbraucht worden.

Ein dunkelhäutiger Mann mit Schnurrbart hält einen rosa Gutschein.
Legende: Bereits zwischen 2008 und 2012 erhielten Flüchtlinge Bons. Dieses System habe sich nicht bewährt, fand der Kantonsrat. Keystone

Flüchtlinge, die vorläufig aufgenommen sind, erhalten im Kanton Zürich Geld für ihren Lebensunterhalt und die Integration. Dieses Geld werde jedoch häufig ins Heimatland geschickt, sagte Mauro Tuena (SVP). Um dies zu verhindern, sollten die Flüchtlinge Bons statt Bargeld erhalten.

Unterstützung erhielt die SVP von CVP, BDP und EDU. Die übrigen Parteien konnten der Idee jedoch nichts abgewinnen. «Ein absolut unbrauchbarer Vorschlag», fand Céline Widmer (SP) und Cyrill von Planta (GLP) sprach von einer «Bemutterung der Sozialhilfeempfänger». Das System mit Migros-Gutscheinen habe man bereits vier Jahre lang ausprobiert und abgeschafft, weil es zu Missbrauch geführt habe, sagte Astrid Furrer (FDP).

Auch Regierungsrat Mario Fehr (SP) bezeichnete das System mit Gutscheinen als «Unsinn» und der Rat folgte ihm: Das Postulat wurde mit 103 zu 70 Stimmen abgelehnt.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Ich würde ihnen gar nichts geben, dann gehen sie nämlich wieder. Wenn man sich darauf komischerweise nicht einigen kann, dann aber schon nur Gutscheine für Wasser und Brot. Ich warte immer noch, bis einer eine Umfrage genau damit ins Internet stellt. Bin sicher, dass die grosse Mehrheit der Schweizer so denkt. Wann macht ihr das SF?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Eine Bemütterung von Sozialhilfeempfänger, Naturalien abgeben (zB. Bons) führten zu "Missbräuchen" und überhaupt dies sei totaler Unsinn (Mario Fehr SP)! Mit anderen Worten die Linken wollen, dass die Asylanten möglichst VIEL GELD heimschicken können! Ich glaubte, dass ein Flüchtling sehr froh ist, Schutz und Obhut in einem Gastland zu bekommen! Ein Bett, Nahrung, Kleider, medizinische Versorgung, TV-Geräte und Dolmetscher sollte genügen, bis ein verfolgter Mensch wieder nach Hause gehen kann!
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Soso, unsere armen Flüchtlinge missbrauchen unsere Systeme, egal welcher Art sie daherkommen. Wer hätte das gedacht. Ja da gibt es aber nur eines: Unterkunft, Bekleidung, Verpflegung, medizinische Hilfe und allenfalls noch Smatphone-Abo, also kein Bargeld und auch keine Coupons, thats it.
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