Erdrutsche wegen Dauerregen: Zürich besonders betroffen

Rutschende Hänge, überflutete Wanderwege - besonders am Üetliberg in der Stadt Zürich ist die Situation prekärer als in anderen Jahren. Auch im übrigen Kantonsgebiet und in Schaffhausen kam es zu Erdrutschen. Die zuständigen Behörden sind jedoch zuversichtlich, dass das Gröbste überstanden ist.

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Der Üetliberg rutscht

2:54 min, aus Schweiz aktuell vom 28.5.2013

Im ganzen Kanton sei es immer wieder zu Erdrutschen gekommen, sagt Thomas Maag von der kantonalen Baudirektion. Dennoch will er die Situation nicht dramatisieren: «Es gibt nicht eine Region, die besonders betroffen wäre». Er räumt ein, dass man bis jetzt Glück gehabt habe. Nur ein Rheinuferweg hätte gesperrt werden müssen, weil er abgerutscht war. Maag schliesst auch nicht aus, dass es auf dem 3500 Kilometer langen Wanderwegnetz noch zu weiteren Schäden gekommen ist, die man noch nicht erfasst hat. «Diesbezüglich sind wir auch immer froh um Hinweise aus der Bevölkerung.»

Lehmiger Untergrund begünstigt Erdrutsche am Üetliberg

Massiver sind die Schäden auf dem Üetliberg. Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich kann sich nicht erinnern, dass es schon mal so viel zu reparieren gab. Immer wieder rutschen Wanderwege ab, blockieren Baumstämme Wege und Bäche. Der Grund sei vor allem der spezielle Untergrund des Üetlibergs, der das Rutschen begünstige. Der lehmige Boden könne den Dauerregen längst nicht mehr aufnehmen. Trotzdem glaubt Handschin, dass es zu keinen weiteren Rüfen kommt: «Was rutschen konnte, ist gerutscht.» Wie gross die Schäden sind, kann Handschin noch nicht sagen. Die Schadenaufnahme sei immer noch am Laufen.

Wachsam in Schaffhausen

Anfangs Monat war Schaffhausen von Überschwemmungen heimgesucht worden, am Rheinfall kam es zu einem grösseren Erdrutsch. Man sei weiterhin wachsam, sagt Kantonsingenieur Dario Giuliani. Er ist aber ebenfalls zuversichtlich, dass das Gröbste überstanden ist. Giuliani sieht ausserdem einen positiven Nebenaspekt des vielen Regens: Er lässt die Quellen übersprudeln. Diejenigen Gemeinden, die sich mit Quellwasser versorgen, müssten dieses Jahr sicher kein Wasser zukaufen.