«Es ist schön, das Vertrauen gewonnen zu haben»

Vor zehn Jahren wurden das Zurich Film Festival und seine Direktorin Nadja Schildknecht von vielen belächelt. Heute würde dies niemand mehr wagen. Das Filmfestival hat sich etabliert, das Staraufgebot ist immens, das Budget verzehnfacht. Auf den Lorbeeren ausruhen liegt trotzdem nicht drin.

Die Nervosität sei die gleiche wie vor 10 Jahren beim allerersten Zurich Film Festival (ZFF). Der Druck habe sogar zugenommen, denn es gebe immer neue Herausforderungen, sagt Nadja Schildknecht gegenüber Radio SRF. «Es müssen noch 1000 Dinge erledigt werden.» Ein «Ding»: die ganze Infrastruktur in drei Tagen herzurichten, samt Zelt auf dem Sechseläutenplatz.

Jubiläumsparty für alle

Um das Jubiläum gebührend zu feiern, präsentiert das ZFF 140 Filme, so viele wie noch nie. Und am 2. Oktober steigt die Jubiläumsparty im Festivalzentrum: «Es sind alle willkommen, um auf das Jubiläum anzustossen.» Das Festival ist ausserdem weiblicher geworden, es gibt mehr Regisseurinnen, Produzentinnen und Schauspielerinnen als in den letzten Jahren. «Das freut uns besonders, denn sonst sind die Frauen stets in der Unterzahl, auch in diesem Business», sagt Schildknecht.

«Man ist nie angekommen»

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das Festival in der Szene und beim Publikum etabliert. Die Frage, ob sie «angekommen» sei, verneint Nadja Schildknecht jedoch: «Man ist nie angekommen, man muss jedes Jahr weitergehen.» Sicher habe man in diesen 10 Jahren einen weiten Weg zurückgelegt, aber es gebe immer noch viel zu tun.

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