«Es liegt auf der Hand, dass man sparen muss»

Eine Analyse des Wirtschaftsforschungs-Institutes BAK Basel zeigt: Schaffhausen gibt 25 Prozent mehr aus als vergleichbare Kantone. Urs Müller berät die Schaffhauser Regierung in ihren Sparbemühungen. Selber will er nicht sagen, wo zu sparen wäre. Dass gespart werden müsse, liege aber auf der Hand.

60 Millionen Franken mehr gibt der Kanton Schaffhausen aus, ganze 25 Prozent mehr als vergleichbare Kantone. Diese Zahlen überraschen sogar Urs Müller, den Basler Wirtschaftsprofessor, der die Schaffhauser Regierung berät: «Natürlich, als ich das Ergebnis sah, war ich auch erstaunt!»

«Eine politische Frage»

Im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» betont er, es sei nicht an ihm, die effektiven Sparvorschläge auszuarbeiten. Schliesslich müsse es ein politischer Entscheid sein, wo sich der Kanton Schaffhausen wie viel leisten wolle. Dass nun aber Druck entstehe, wirklich zu sparen, das sei sicher «im Sinne des Erfinders», also im Sinne der Schaffhauser Finanzdirektorin Rosmarie Widmer-Gysel, die diese Vergleichsstudie bestellt hatte.

Natürlich könnte man das Loch in der Kantonskasse auch mit Mehreinnahmen stopfen, zum Beispiel mit höheren Steuern. Urs Müller findet aber: «Es liegt natürlich auf der Hand, dass man irgendwo sparen muss. Vor allem dort, wo man deutlich teurer ist als andere Kantone.»