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Zürich Schaffhausen Festnahmen bei Huawei in Dübendorf

Nach einer Razzia beim Ableger des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei in Dübendorf hat die Polizei neun Personen verhaftet und zehn verzeigt. Sie sollen nicht über die nötigen Arbeitsbewilligungen verfügen. Gegen Huawei läuft bereits eine Untersuchung wegen zweifelhafter Arbeitsbedingungen.

Legende: Video Festnahmen bei Huawei abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 25.04.2013.

Rund 230 Angestellte arbeiten in der Filiale des chinesischen Telekommunikationsunternehmens Huawei in Dübendorf. Sie alle wurden am Mittwochnachmittag von Fahndern mehrerer Polizeikorps kontrolliert. Am Ende wurden neun Mitarbeitende verhaftet und zehn verzeigt.

Acht Männer und eine Frau sollen laut Kantonspolizei Zürich illegal in Dübendorf gearbeitet haben. Es habe ihnen an den nötigen Arbeitsbewilligungen gefehlt. Die zehn Verzeigten besassen zwar Bewilligungen, seien aber «länger als die gesetzlich erlaubte Zeitspanne» beschäftigt worden, sagte Polizeisprecherin Esther Surber.

Schon früher in der Kritik

Die chinesische Firma Huawei macht nicht zum erstenmal Schlagzeilen. Mitarbeiter der Firma hatten bereits Anfang Jahr beim Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Anzeige gegen Huawei wegen schlechter Arbeitsbedingungen eingereicht. Kontrollen vor Ort blieben erfolglos, das Verfahren ist aber immer noch im Gang. Laut AWA-Sprecher Can Arikan würden zurzeit die Akten der Firma geprüft.

Keine Stellungnahme

Die Firma Huawei nahm auf Anfrage des Regionaljournals zu den Vorwürfen keine Stellung. Sie schickte als Antwort ein Mail, in dem von der Razzia und dem laufenden Verfahren jedoch nicht die Rede war. Huawei gibt nicht nur in der Schweiz zu reden: Die USA werfen dem Telekom-Konzern seit längerem vor, für die chinesische Regierung Industriespionage zu betreiben.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Siglund Wagner, Zürich
    Ein Familienmitglied von mir arbeitet bei Huawei in Dübendorf. Dass eine grosse Zahl von Huawei-MitarbeiterInnen illegal arbeiten ist intern allgemein bekannt. Die illegal Tätigen werden von Huawei explizit geschult, wie sie sich bei einer Razzia zu verhalten hätten -- sie sollen aussagen, sie seien nur kurz für eine Geschäftssitzung in der Schweiz. Folgerichtig betreibt Huawei mit Monatslöhnen von unter CHF 4000 für Uni-AbsolventInnen mit mehrjähriger Arbeitserfahrung massivstes Lohndumping.
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  • Kommentar von Richard Permann, Adliswil
    Ich habe mit diversen Mitarbeitern von Huawei im März 2013 direkt vor Ort in Dübendorf gesprochen und diese haben mir bestätigt, dass zum einen die Arbeitsbedingungen sehr ungewöhnlich schlecht seien, diese Firma sich sehr stark im Bereich des Lohndumpings betätigt und das viele chinesische Mitarbeiter systematisch und wiederholt mit einem Touristenvisum über Italien eingereist waren und illegal (ohne gültige Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung) bei der Firma Huawei in Dübendorf tätig waren.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Lohndumping und prekäre Arbeitsbedingungen wo man hinschaut und da glauben wir tatsächlich, ein Freihandelsabkommen mit China bringe uns den Abstand zur EU. Dummheit muss bestraft werden, die Bude ist dicht zu machen!
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