Filmen im Exil: Ein Ukrainer an den Kurzfilmtagen in Winterthur

Für die internationalen Kurzfilmtage in Winterthur drehen diese Woche fünf Filmemacherinnen und Filmemacher fünf Kurzfilme. Alle kommen aus einer Krisenregion - sie drehen darum unter dem Titel «Exil». Ein Augenschein mit dem ukrainischen Filmemacher Dmytro Tiazhlov.

Der ukrainische Regisseur Tiazhlov mit Wollkappe und Regenjacke. Der Kameramann ist am filmen.

Bildlegende: Der ukrainische Regisseur Dmytro Tiazhlov mit seinem Kameramann an der Arbeit in Winterthur. SRF

Kartoffeln, Kopfsalat und «Rüebli»: Der Ukrainer Dmytro Tiazhlov gibt seinem Kameramann Regieanweisungen auf Englisch. Auf dem Markt in Winterthur kann Tiazhlov den Alltag der Winterthurerinnen und Winterthurer beobachten. Ihre Gesichter, ihre Reaktionen.

Ein Alltag wie Ferien

Und dieser Alltag kommt Tiazhlov vor wie Ferien. Denn Tiazhlov kommt aus Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Und der Alltag dort ist hart, immer wieder gibt es gewalttätige Auseinandersetzungen und Demonstrationen. Ganz anders in Winterthur, da gebe es wenig Stoff für spannende Dokumentarfilme.

Doch genau dies sei die Herausforderung: In kurzer Zeit einen Dokumentarfilm zu realisieren, sagt Tiazhlov. Denn bereits Ende Woche muss er mit den Dreharbeiten fertig sein, nächste Woche wird geschnitten und Anfang November, an den Kurzfilmtagen, ist Premiere.

Rhea Plangg, Produktionsassistentin sagt, die Idee des Projekts sei, dass Menschen von ausserhalb einen Blick auf unser Land werfen würden. Dieser fremde Blick auf das Eigene erlaubt es, in unserer Welt neue Sachen zu entdecken.

(hugk; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12.03 Uhr)