Finanzielle Unterstützung für Ausstieg aus fossiler Heiztechnik

Die Stadt Zürich macht Ernst mit der 2000-Watt Gesellschaft: Hausbesitzer sollen eine Entschädigung erhalten, wenn sie in eine umweltschonende Heizung investieren. Damit soll der CO2 Ausstoss gesenkt werden.

Ein Mann trögt einen Schlauch für Erdöl über eine verschneite Wiese.

Bildlegende: Ein Lieferant bei der Auslieferung von Heizöl. Keystone

Eine Gruppe von ETH-Forschern hat den Öl- und Gasheizungen den Kampf angesagt. Sie reichten im Zürcher Kantonsrat eine Einzelinitiative ein, die auch überwiesen wurde, allerdings nur vorläufig. Die Regierungen des Kantons und der Stadt Zürich sind sich einig: Öl- und Gasheizungen stossen zu viel CO2 aus.

Umstellung auf nachhaltige Heizungen fördern

Der Zürcher SP-Gemeinderat Andreas Edelmann brachte die Idee auf, Hausbesitzer mit einem finanziellen Anreiz zu motivieren, aus Öl- und Gasheizungen auszusteigen. Als Energieberater mache er oft die Erfahrung, dass umweltfreundliche Lösungen daran scheitern, dass nicht alle in der Nachbarschaft am gleichen Strick ziehen, begründete er seinen Vorstoss gegenüber dem Parlament. Deshalb sollen Hauseigentümer für ihre noch nicht amortisierte Ölheizung entschädigt werden, wenn diese abgestellt wird.

Projekt ist auf vier Jahre beschränkt

Die bürgerlichen Parteien des Gemeinderates, SVP und FDP, aber auch Teile der AL, sind skeptisch gegenüber diesem Unterstützungsprojekt. Es sei einfach ein weiterer Fördertopf, bald habe niemand mehr die Übersicht. Trotzdem wurde das 4-jährige Pilotprojekt der Stadt bewilligt. In dieser Zeit will sie Erfahrungen sammeln, was ein finanzieller Anreiz tatsächlich bewirkt.