Frischer Wind im alten Kongresshaus

Es kommt Bewegung in die verfahrene Situation um ein neues Zürcher Kongresszentrum. Die Betriebsgesellschaft will das Kongresshaus am bestehenden Ort erweitern. Auf diese Weise würde ein Neubau unter Umständen überflüssig.

Der Panoramasaal des Zürcher Kongresshauses soll ersetzt werden. Auf dem Dach ist ein Restaurant geplant.

Bildlegende: Der Panoramasaal des Zürcher Kongresshauses soll ersetzt werden. Auf dem Dach ist ein Restaurant geplant. Keystone

Die Betriebsgesellschaft des Zürcher Kongresshauses schlägt drei wesentliche Änderungen vor: Der «wenig attraktive Panoramasaal» soll durch einen neuen, unterteilbaren Saal ersetzt werden. Über dem neu erstellten Panoramasaal sollen ein öffentliches Restaurant und einige «dringend benötigte» kleinere Tagungsräume erstellt werden. 

Mehrkosten von 30 Millionen Franken

Die Erweiterung des Kongresshauses soll parallel zur geplanten Sanierung von Kongresshaus und Tonhalle ausgeführt werden. Mit dieser soll es 2016 losgehen. Kosten soll die Sanierung um die 80 Millionen Franken. Die Abstimmung findet voraussichtlich im Herbst 2015 statt. 

Wie und wo die Summe für die neu geplanten Erweiterungsbauten eingebracht wird, ist noch unklar. An den Mehrkosten von rund 30 Millionen Franken will sich die Betriebsgesellschaft beteiligen.

Potenzial am See

Norbert Bolinger, Direktor der Betriebsgesellschaft, zeigte sich überzeugt, dass mit der baulichen Aufwertung Zürich bezüglich Standort und Infrastruktur wieder mit anderen Kongressstädten gleichziehen könne. Der attraktive Standort am See und die Nähe zur Altstadt seien wesentliche Pluspunkte.

Unbestritten ist, dass die Infrastruktur des Kongresshauses Zürich den Ansprüchen an einen modernen Kongressbetrieb nicht mehr genügt. Dennoch ist die Suche nach einem neuen Standort für ein Kongresszentrum nicht wesentlich weiter als 2008 nach der verlorenen Abstimmung über einen Neubau am bestehenden Ort.

Kein Kommentar von der Stadt Zürich

Die Stadt Zürich hat die neuen Pläne zur Kenntnis genommen. Sie will sich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt dazu äussern, wie eine Sprecherin des Zürcher Hochbaudepartementes auf Anfrage erklärte.