GC in der Krise - auf und neben dem Platz

Bei den Zürcher Grasshoppers ist der Wurm drin. Zuerst wurde der Captain suspendiert, dann folgte die Niederlage gegen den Aufsteiger Vaduz. Trotzdem scheint Trainer Michael Skibbe noch ziemlich fest im Sattel zu sitzen.

GC-Trainer Michael Skibbe in gebeugter Haltung nach der 0:1-Niederlage gegen Vaduz.

Bildlegende: GC Michael Skibbe: Von ihm sind im Moment nicht nur Trainerqualitäten gefragt. Keystone

Die turbulenten Zeiten haben bei GC schon vor ein paar Monaten angefangen, als der Club-Präsident, der Sportchef und mehrere Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt bekannt gaben. Dann folgten der verpatzte Start in die neue Saison, eine Niederlage nach der anderen, am Wochenende als Tiefpunkt jene gegen Aufsteiger Vaduz. Dazu kommt die Suspendierung von Captain Vero Salatic. «Die Turbulenzen haben sich nun offenbar auch noch auf die Mannschaft übertragen», sagt SRF-Sportredaktor Peter Schnyder. Ein eigentlicher Machtkampf zwischen Captain Salatic - einer zentralen Figur im Club - und Trainer Michael Skibbe sei im Gang. Das sei immer schlecht für einen Club; hier könne es nur Verlierer geben.

Noch stellt sich die GC-Führung klar hinter ihren Trainer. Nun aber müsser Skibbe beweisen, dass er die richtigen Impulse setzen könne, dass er auch ein Krisen-Manager sei, so Schnyder. «Wenn ihm das nicht gelingt, dann wird seine Position nicht eben gestärkt.» Vielleicht gebe es am Schluss dann zwei Verlierer, so dass weder Salatic noch Skibbe die Saison bei GC beenden.

«Die Pause ist gut für GC»

Wegen des EM-Qualifikationsspiels der Schweiz gegen England macht die Super League nun Pause. Und dies sei gut für GC, meint Peter Schnyder. Sie bringe etwas Ruhe. Jetzt aber müsse die Clubführung und müsse auch der suspendierte Captain Vero Salatic die Zeit nutzen, um die richtigen Entscheide zu treffen. «Nur so finden die Grasshoppers den Weg aus der Krise.»