Zum Inhalt springen
Inhalt

Gegen Fangewalt Mehr Polizisten, aber keine Kollektivstrafen

Kampf gegen Gewalt rund um Fussballspiele: GC, FCZ und die Stadt Zürich haben erste Massnahmen ergriffen.

Mann hinter Mikrophonen
Legende: Mit mehr Polizisten will Richard Wolff erneute Ausschreitungen beim nächsten Risikospiel verhindern. Keystone

Die Stadt Zürich und die beiden Fussballclubs GC und FCZ reagieren auf die Gewalteskalation vom letzten Wochenende. Am Rande des Derbys wurden ein 14-jähriger Fussballfan und eine Polizistin verletzt und beim Bahnhof Hardbrücke wollten hunderte gewaltbereite Fans aufeinander losgehen.

Der Zürcher Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) hat am Freitag aufgrund der Vorfälle zu einer Pressekonferenz eingeladen. Neue, konkrete Massnahmen wurden allerdings noch keine präsentiert.

Das will Sicherheitsvorsteher Richard Wolff:

  • Die Fans sollen nicht kollektiv bestraft werden.
  • Die Selbstregulierung bei den Fans soll auch ausserhalb des Stadions greifen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Clubs soll verstärkt werden.
  • Bei Hochrisikospielen sollen künftig mehr Polizisten länger im Einsatz stehen.
Eine Reihe härterer Massnahmen würde die falschen, die friedlichen Besucher treffen.
Autor: Richard WolffZürcher Sicherheitsvorsteher

Das wollen die Clubs:

  • Die gewaltbereiten Fans sollen nicht länger die «positive Atmosphäre» im Stadion zerstören.
  • Die Fanarbeit und die Prävention sollen verbessert werden.
  • Eine gemeinsame lokale Expertengruppe soll geschaffen werden. Diese soll Vorschläge zur Bekämpfung der Fan-Gewalt erarbeiten.
Die Verbesserung der Fanarbeit und der Prävention soll unser Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems sein.
Autor: Stephan AnlikerPräsident GC

Ob die ersten Massnahmen - mehr Polizisten, die länger arbeiten - greifen, zeigt sich am Samstag. Der FC Zürich empfängt zu Hause den FC Basel.

Legende: Video Staatsanwälte gegen Fussballgewalt abspielen. Laufzeit 07:07 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.10.2017.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kurt Fässler (Kurt Fässler)
    Es gibt keine Hochrisiko-Spiele, es gibt nur Hochrisiko-Fans bzw. eben doofe Fans. Es gilt, diese zu selektionieren (sollte mit heutiger Technik kein Problem sein), zu massregeln und nötigenfalls in die Psycho-Therapie zu senden. Wichtig ist, ihnen auch die Kosten für Schäden und die Massnahmen aufzuerlegen. Viel zu viel bla, bla, bla, anstatt Taten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
      Wenn es diesen gewalttätigen ans eigene Geld gehen würde, würde sicher bald Ruhe einkehren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Manuel Pestalozzi (M. Pestalozzi)
    Das WILL Sicherheitsvorsteher Richard Wolff, steht da als Überschrift. Drunter steht, . was geschehen und vor allem was nicht geschehen SOLL. Tönt nach wishful thinking, solange es nicht darum geht, was die Behörde nicht tun wird. Einen Willen kann ich da beim besten Willen nicht erkennen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen