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Gemeinderat Zürich beschliesst Weniger Geld für den Dialog zwischen den Religionen

Aufnahme eines Grabfelds mit den Symbolen aller 5 Weltreligionen
Legende: Je eine Fachperson für das Christentum, den Islam und das Judentum arbeitet am Institut für interreligiösen Dialog. Keystone

Wissen über das Christentum, Judentum und den Islam vermitteln, um das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft dauerhaft zu fördern: Dieses Ziel verfolgt seit 1994 die Stiftung ZIID. Der Zürcher Stadtrat wollte die Arbeit der Stiftung bis 2021 mit jeweils 140'000 Franken pro Jahr unterstützen. Er hat die Rechnung aber ohne das Zürcher Stadtparlament, den Gemeinderat, gemacht.

Am Mittwochabend kürzte der Gemeinderat den Betrag auf 100'000 Franken pro Jahr und begrenzte die Zahlung auf das laufende und das folgende Jahr. Was nach 2019 geschieht, ist offen.

Auch jüdische und muslimische Gemeinden sollen zahlen

Die FDP hatte den Kürzungsantrag gestellt und wurde dabei von den Grünliberalen und der CVP unterstützt. Ihre Kritik: Das ZIID zahle zu hohe Löhne und habe sich in den vergangenen Jahren zu wenig um weitere Einnahmequellen bemüht. Es könne nicht sein, dass die katholische und die reformierte Landeskirche einen Beitrag ans ZIID zahlen, die jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften hingegen nicht einmal einen symbolischen Betrag beisteuern würden, so der Vorwurf von Mitterechts.

Die linke Ratshälfte dagegen strich die Wichtigkeit des interreligiösen Dialogs hervor. Dieser sei in der heutigen Zeit, wo sich Islamophobie und Antisemitismus auf dem Vormarsch befänden, nötiger denn je. Das Institut mit seinen ausgewiesenen Fachleuten leiste professionelle Arbeit und wichtige Aufklärung.

Die SVP war gegen jeglichen städtischen Beitrag: Weil sie in der Abstimmung dann aber den Antrag der FDP unterstützte, konnte sich dieser knapp – mit einer Stimme Unterschied – gegen den Vorschlag des Stadtrats durchsetzen.

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