Grippe: Spitäler der Region setzen nicht auf Schutzmasken

Wegen eines besonders hartnäckigen Grippevirus hat das Genfer Universitätsspital sein Personal angewiesen, nur noch mit Schutzmaske zu arbeiten. Spitäler in Zürich, Winterthur und Schaffhausen halten nichts von einer solchen Vorschrift. Jedenfalls noch nicht.

Eine Spitalangestellte trägt Schutzmaske und desinfiziert sich die Hände, im Hintergrund eine offene Bürotüre.

Bildlegende: Hände desinfizieren, Schutzmaske tragen: Diese Hygienemassnahmen galten zuletzt während der Schweinegrippe. Keystone

Die Massnahmen während der Grippesaison seien immer dieselben, sagt Karin Fattinger, Chefärztin am Spital Schaffhausen. Dazu gehöre das Angebot, dass sich das gesamte Personal gegen die Grippe impfen könne. Weiter müsse - wie immer - auf eine gute Händehygiene geachtet werden. Für besondere Massnahmen wie einer generellen Tragepflicht von Schutzmasken gebe es derzeit keinen Handlungsbedarf, sagt die Chefärztin am Spital Schaffhausen.

Dieser Meinung sind auch die Spezialisten am Zürcher Stadtspital Triemli, am Zürcher Universitätsspital und am Kantonsspital Winterthur. Die Grippe habe sich in der Ostschweiz noch nicht so stark ausgebreitet wie in der Romandie. Am Kantonsspital Winterthur (KSW) gäbe es aber Szenarien für weitergehende Schutzmassnahmen, sagt Jacques Gubler, Leiter Spitalhygiene am KSW, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Schutzmasken-Pflicht zuletzt im Jahr 2009

Zu diesen Massnahmen gehöre auch eine generelle Tragepflicht von Schutzmasken, wie das zuletzt während dem Ausbruch der sogenannten Schweinegrippe 2009 propagiert wurde. Noch sei es aber zu früh dafür, findet Gubler.