Grünes Licht für Spitalprovisorium im Park

Das Universitätsspital Zürich darf wie geplant im Spitalpark ein Provisorium bauen. Das Baurekursgericht hält den Modulbau für vertretbar und kippt damit einen Entscheid des Zürcher Stadtrats. Ob die Stadt das Urteil weiterzieht, ist noch offen.

Das Universitätsspital muss dringend saniert werden.

Bildlegende: Das Universitätsspital muss dringend saniert werden. Daher braucht es ein Provisorium. Keystone

Das geplante Provisorium im Spitalpark soll dem Universitätsspital (USZ) während der jahrzehntelangen Gesamterneuerungsphase als Ersatz- und als Rochadefläche dienen. Die Bausektion der Stadt Zürich hatte im vergangenen Oktober jedoch die Baubewilligung verweigert, weil der Park denkmalpflegerisch wertvoll und «als grüne Lunge» für das Universitätsquartier äusserst wichtig sei.

Der Regierungsrat und das Unispital wehrten sich gegen den ablehnenden Entscheid der Stadt. Sie machten vor dem Baurekursgericht geltend, dass das Universitätsspital über keinerlei Alternativstandorte verfüge, um genügend Platz zu schaffen während der dringend notwendigen Gesamterneuerung. Das Gericht hat nun dem Kanton Recht gegeben. Es erscheine plausibel, heisst es im schriftlich begründeten Urteil, dass das USZ auf das geplante Provisorium angewiesen sei. An den diesbezüglichen Bedarfsnachweis seien keine zu hohen Anforderungen zu stellen.

Kanton erleichtert, Stadt enttäuscht

Spitaldirektorin Rita Ziegler ist erfreut über das Urteil: «Dieser Entscheid ist für uns sehr wichtig, auch weil das Gericht unserer Argumentation gefolgt ist.» Bei der Stadt überwiegt die Enttäuschung. Urs Spinner, Departementssekretär des Hochbaudepartementes: «Wir sind davon ausgegangen, dass die Schutzwürdigkeit der Bauten und des Parks gegeben ist und dass es andere Möglichkeiten gegeben hätte.» Noch offen ist, ob die Stadt das Urteil ans Verwaltungsgericht weiterziehen wird.

Das geplante Provisorium soll rund 89 Millionen Franken kosten. Insgesamt sind für die Gesamterneuerung des Universitätsspital Investitionen von knapp drei Milliarden Franken vorgesehen. Es wird mit einer Bauzeit bis 2040 gerechnet.