Hallenstadion profitiert von hohen Ticketpreisen. Wie lange noch?

1,1 Millionen Franken Gewinn trotz weniger Veranstaltungen. Das hat auch mit den hohen Billettpreisen in Zürich zu tun. Sie stiegen in der Vergangenheit stetig an. Aber auch hier dürfte bald einmal die Spitze erreicht sein.

Fans von Justin Bieber warten auf Einlass ins Zürcher Hallenstadion

Bildlegende: Nicht immer herrschte 2012 Grossandrang im Zürcher Hallenstadion. Keystone

Nirgends sonst auf der Welt verdient ein Veranstalter pro verkauftem Billett so viel, wie im Zürcher Hallenstadion. Das sagte Felix Frei, Direktor der AG Hallenstadion, bei der Präsentation des Geschäftsjahrs 2012. Das macht die Halle attraktiv, auch für Künstler. Und auch das Hallenstadion profitiert.

«  Wir jammern auf hohem Niveau »

Felix Frei
Direktor Hallenstadion AG

122 Eventtage verzeichnete das Zürcher Hallenstadion 2012. Das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr und unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Und trotzdem schliesst das Geschäftsjahr mit einem Gewinn ab und es konnten Rückstellungen in der Höhe von 750'000 Franken gemacht werden.

Die Preisspirale wird nicht ewig weiter drehen

Als Veranstaltungsort habe das Hallenstadion nur wenig Einfluss auf die Billettpreise, beteuert Stadiondirektor Felix Frei. Das zeige sich auch daran, dass in ganz Europa die Tickets teurer geworden seien. In Deutschland etwa hat der Trend aber bereits gedreht: die Besucher seien teilweise nicht mehr bereit oder nicht in der Lage, die Preise zu bezahlen. Frei ist deshalb überzeugt: «Auch in Zürich werden die Billettpreise nicht ewig weiter steigen.» Die momentane Entwicklung, also die immer noch steigenden Preise, könnten auch für sein Haus eine Gefahr darstellen. 

Das Zürcher Hallenstadion richtet sich vorsorglich schon neu aus. Es möchte sich grundsätzlich weiter öffnen und neu alle Veranstalter von Rock- und Popkonzerten zulassen.

Aktionäre werden belohnt

Erstmals seit 17 Jahren erhalten die Aktionäre des Hallenstadions Zürich wieder eine Dividende ausgeschüttet. Der Verwaltungsrat beantragt, eine Dividende in der Höhe von vier Prozent auszubezahlen. Dies, nachdem bereits zum zweite Mal genug Geld in der Kasse war, um nicht nur einen Gewinn auszuweisen. Sondern auch, um Rückstellungen zu machen.