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Zürich Schaffhausen Hans Fehr: «Ich war der Motor des SVP-Erfolgs»

Er war der Verlierer unter lauter Siegern. Während die SVP am letzten Wochenende ihren Wahlsieg feierte, musste das Zürcher SVP-Urgestein Hans Fehr seine Niederlage verdauen. Dennoch ist er stolz auf seine Leistung und würde wohl alles wieder gleich machen.

Legende: Audio Interview mit Hans Fehr (25.10.2015) abspielen. Laufzeit 17:38 Minuten.
17:38 min

Nur Rang 19. Das war das bittere Resultat des Wahlsonntags für Hans Fehr. Wie seine altgedienten Nationalratskollegen Christoph Mörgeli oder Ernst Schibli wurde er auf der SVP-Liste nach hinten durchgereicht. Überholt von Neuen wie Roger Köppel, Hans-Ueli Vogt oder Mauro Tuena.

Dabei ist Hans Fehr ein altgedienter Parteisoldat. Asylhardliner. Langer Weggefährte von Christoph Blocher, der ihn vor 30 Jahren zum Parteisekretär machte, weil man einen «Lehrer, der nicht links ist, bestimmt brauchen kann». Noch im Frühling übersprang er die parteiinterne Hürde für alle über 65-Jährigen, die erneut kandidieren wollten.

Zusammen mit Blocher begann er damals die SVP neu zu erfinden. Mit provokativen Aktionen wie dem berühmten Messerstecherinserat schockierten die beiden die Konkurrenz. Fehr verteidigt diese Aktionen noch heute.

Abkehr vom Kompromiss

Auch die Abkehr von den berühmten «gut schweizerischen Kompromissen» sei nötig gewesen. «Sie können doch nicht den Volkswillen verraten», sagt er als Regionaljournal-Wochengast. «Dann müssen sie alleine hinstehen und den Erfolg suchen».

Auf seine Arbeit bei der SVP ist er auch nach der Abwahl stolz: «Ich war der Motor für den Erfolg der Partei», erklärt er im Interview. Die Abwahl sei für ihn ein «harter Schlag» gewesen. Abstellen will er den Motor jedoch nicht. «Es gibt einen Plan B», verrät er. Einzelheiten will er noch nicht nennen. Zwar will er mehr Zeit in seinem Rebberg und mit seinem Enkelkind verbringen. Aber auch politisch werde man noch von ihm hören.

sted/kueh

Hans Fehrs Karriere

  • 1982 - 1986: Gemeinderat in Eglisau
  • 1985 - 1998: Sekretär der SVP des Kantons Zürich
  • 1991 - 1995: Zürcher Kantonsrat
  • 1995 - 2015: Zürcher Nationalrat
  • 1998 - 2010: Geschäftsführer der Auns

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Hans Fehr wird langsam etwas kauzig, ist normal im Alter, deshalb finde ich es gut, wenn er nicht mehr in Bern politisiert. Trotzdem hat er viel Gutes für die Schweiz mitgewirkt und tut es hoffentlich auch in Zukunft noch in der Region. Danke.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Sich so viele Jahre als "ehemaligen Lehrer" bei der SVP zu engagieren, war für die LINKEN (vorallem bei den Lehrer(innen), Künstlern, Staatsangestellten oder den schweizerfeindlichen Intellektuellen) ein besonderes "Aergernis"! Für ALLE, denen unsere bewährten Werte und EIGENE Kultur am Herzen liegen, gehört dem abgewählten Politiker ein grosser, aufrichtiger Dank! Er sprach IMMER Klartext, nannte die Probleme beim Namen und liess sich NIE von all den vielen bösen Angriffen verunsichern! Bravo!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Hans Fehr leidet sehr wohl an Narzissmus und Selbstgefälligkeit! Das Interview ist hörenswert!
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    1. Antwort von marianne marty (marima)
      Habe das Interview angehört. Herr Fehr hat selbstbewusst, brilliant, wahrhaftig und geistig gesund auf die provozierenden Fragen von Herrn H.P.Künzi, geantwortet. Bravo! - Danke Hans Fehr für Ihre langjährige politische Arbeit. N.B. Selbstbewusstsein hat nichts mit Narzissmus und Überheblichkeit zu tun. Das Interview war alles andere als lächerlich, es war ehrlich und nur das zählt.
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    2. Antwort von Niklaus Bächler (parteilos!!)
      Man kann natürlich ein solches Interview auch aus der SVP Haltung hören, ja dann ist es überzeugend einfach! Haben sie auch die «Putzfrauen»-Passage gehört, wie er sich heraus reden wollte? Und in selbstherrlicher Manier darüber gesprochen, als hätte ER die SVP gross gemacht? Habe selten von jemandem so weltfremd & überheblich ein Loblied auf sich selbst gehört! Wenn sie das nicht stört, ist das ihre Rosarote-SVP Sicht! Ich gönne ihnen die vereinfachende Sicht auf die Welt. Muss sich gut leben!
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