«Hotel Suff» beinahe versenkt

Voraussichtlich am 30. November entscheiden die Stadtzürcher Stimmberechtigten über die Zukunft des sogenannten «Hotel Suff» in Zürich. Der Gemeinderat hat sich am Mittwochabend bei der Beratung insbesondere an den Kosten der Zentralen Ausnüchterungs- und Beratungsstelle (ZAB) berauscht.

Teurer als ein Einezlzimmer im «Baur au Lac»: Eine Zelle im «Hotel Suff».

Bildlegende: Teurer als ein Einezlzimmer im «Baur au Lac»: Eine Zelle im «Hotel Suff». zvg

In der ZAB können Betrunkene, die sich oder andere ernsthaft und unmittelbar gefährden, in polizeilichen Gewahrsam genommen und unter medizinischer Betreuung ausgenüchtert werden. Früher wurden solche Personen auf den Polizeiwachen untergebracht.

Grosse Preisfrage: Was kostet eine Übernachtung?

Weil das Pilotprojekt Ende März 2015 ausläuft, hat der Stadtrat eine Vorlage für den definitiven Betrieb ab 1. April 2015 erarbeitet. Bei der Beratung der Vorlage hat der Gemeinderat insbesondere über die Kosten der ZAB gestritten.

Im Rat war immer wieder das Wort kostendeckend zu hören. SVP/CVP schlugen bis 1'200 Franken vor, die FDP bis 1'600. Es gebe keinen Grund, Komatrinker zu subventionieren, sagte ein FDP-Sprecher. Die AL forderte als einzige Partei den Nulltarif. Am Schluss aber setzte sich der Vorschlag des Stadtrats durch mit einer maximalen Gebühr von 600 Franken pro Nacht.

Stimmberechtigte entscheiden

Die Schlussabstimmung findet in ein oder zwei Wochen statt. Obwohl Bürgerliche auf der einen und AL auf der anderen Seite die Vorlage nun bekämpfen, dürfte es für ein knappes Ja reichen. Dann entscheiden im November die Stimmberechtigten.