Kampf um Zürcher Stadtspitäler «Ich frage mich stark, wie Hirslanden das machen möchte»

Die Privatklinik Hirslanden schlägt vor, das Management der beiden Zürcher Stadtspitäler Triemli und Weid zu übernehmen. Sie könnten es effizienter führen, hiess es in einem Bericht der NZZ am Sonntag. Das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» fragte die zuständige Stadträtin Claudia Nielsen, was sie von der Idee hält: (Auszug aus dem Interview).

Neubau des Stadtspitals Waid

Bildlegende: Der Neubau des Stadtspitals Triemli ging ins Geld. Eine engere Zusammenarbeit mit dem Spital Waid soll Kosten sparen. Keystone

SRF: Was sagen Sie zum Angebot der Hirslanden-Gruppe?

Claudia Nielsen: Sie sprechen von verschiedenen Möglichkeiten, von einzelnen Kooperationsprojekten bis hin zum Management. Kooperationsprojekte sind sehr wohl denkbar, wenn es sich für beide Seiten lohnt.

Die Hirslanden-Gruppe sagt, sie könnte die Spitäler effizienter managen?

Ich frage mich sehr stark, wie Hirslanden das machen wollte unter denselben Rahmenbedingungen. Sprich: Mit Schulden, mit hochdefizitären Behandlungen und einem fortschrittlichen Personalrecht, welches natürlich auch ein wenig Geld kostet.

Sie wären aber nicht abgeneigt, Gespräche zu führen?

Gespräche sind immer gut, das habe ich auch schon lange auf meiner Liste. Aber ein Management durch eine Privatklinik, das bräuchte noch sehr viel. Ich glaube auch nicht, dass das politisch mehrheitsfähig wäre Und: Bei einem Spital geht es nicht nur um Effizienz und Gewinn, sondern in erster Linie um die Patienten und deren Behandlung.

Das Gespräch führte Margrith Meier.

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