Jahresarbeitszeit: Sekundarlehrer drohen mit dem Referendum

Die Zürcher Sekundarlehrerinnen und Sekundarlehrer geben dem neuen Berufsauftrag schlechte Noten. Der Verband Sek ZH denkt über ein Referendum nach. Zufrieden mit der Umstellung auf die Jahresarbeitszeit sind hingegen die Primarlehrkräfte und die Schulleiter.

Eine Lehrerin im Klassenzimmer von ihren Schülerinnen und Schülern.

Bildlegende: Zufriedene Primarlehrer, unzufriedene Seklehrer: Der neue Berufsauftrag sorgt für Diskussionen. Keystone

Die Jahrespauschale von 1932 Stunden sei zu tief angesetzt, findet Urs Losli, Präsident von Sek ZH gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Zu kurz käme etwa die Unterrichtsvor- und -nachbereitungszeit. Finde man Verbündete, bekämpfe man die Vorlage mit dem Referendum, so Loosli.

Wie soll man Überzeit abbauen?

Eine Referendums-Partnerin ist möglichweise die Gewerkschaft VPOD. Laut Regionalsekretärin Romina Loliva findet man auch dort, der neue Berufsauftrag habe noch Mängel. Zum Beispiel sei das Problem der Überzeit nicht gelöst.

Lang ersehnt

Zufriedenheit hingegen beim Zürcher Primarlehrkräfteverband ZLV und dessen Präsidentin Lilo Lätzsch: «Wir erhoffen uns, dass die Arbeitssituation der Lehrpersonen dadurch geklärt wird.» Auch die Zürcher Schulleiter sind froh über die Umstellung von Wochenlektionen auf Jahresarbeitszeit. Darauf habe man lange hingearbeitet, erklärt Verbandspräsident Peter Gerber.