Jetzt ist auch der Beck ein bisschen Post

Eine Bäckerei in Zürich-Höngg und eine Tankstelle in Winterthur-Seen sind die neusten Versuchsobjekte der Schweizerischen Post: Man kann dort Pakete aufgeben oder abholen. Ein Augenschein beim Beck.

Seit dem 1. Juni läuft das neuste Pilotprojekt der Post. Bäckersfrau Liselotte Keller hat grosse Erwartungen: «Wir hoffen, dass es uns mehr Umsatz bringt», sagt sie gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Einzelne neue Kunden habe ihr die Paketstelle der Post schon gebracht. Die Post will den Pilotversuch noch bis Ende Jahr laufen lassen und dann entscheiden, ob dieser neuartige «Pickpost»-Service eine Zukunft hat.

Hustensirup neben Briefmarken

Dass sich die Post in allerlei Läden einnistet, ist an sich nichts Neues. Seit vielen Jahren ist es ihre Strategie, statt auf eigene Filialen auf sogenannte Postagenturen in Dorf- und Quartierläden zu setzen. Eine davon befindet sich in der Hirschwiesen-Apotheke in Zürich-Oerlikon. Seit einem Jahr können die Kundinnen und Kunden hier neben Medikamenten nicht nur Babymilchpulver oder Shampoo kaufen, sondern auch Briefmarken. Und sie können Pakete aufgeben und Einzahlungen tätigen.

Apotheken-Chefin Anthi Sutter ist froh über das ergänzende Angebot. In Zeiten, in denen auch die Ärzte Medikamente verkaufen und immer mehr Leute ihre Medikamente übers Internet bestellen, sei ihr die Post gerade recht gekommen, sagt sie.

(frip; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17.30 Uhr)