Kantonsratswahlen 2015: Die AL

Gerade mal drei Sitze hat die Alternative Liste im Zürcher Kantonsrat. Trotzdem wird sie im Rat wahrgenommen - auch dank profilierten Persönlichkeiten. Die AL politisiert klar links, setzt sich ein gegen staatliche Überwachung und für die Umverteilung von Steuergeldern.

Ein Feuerzeug mit dem Logo der AL

Bildlegende: Die Alternative Liste will bei den Wahlen zulegen und danach eine eigene Fraktion bilden. Keystone/Collage SRF

  • Wähleranteil 2011: 1,63 Prozent (2007: 1,26)
  • Sitze im Kantonsrat: 3 (2007: 2)
  • Wahlslogan: kantonAL überall!

Die Alternative Liste ist im Kanton Zürich eine Kleinstpartei. Nur dank ihrer Hochburg in der Stadt Zürich überwand sie in den letzten Jahren jeweils die 5 Prozent-Hürde. Für eine eigene Fraktion reicht es nicht, ihre Kantonsrätin und die zwei Kantonsräte politisieren in der Fraktion der Grünen.

Dennoch konnte sich die AL im Kantonsrat profilieren, vor allem dank Markus Bischoff, der die Parlamentarische Untersuchungskommission PUK zum BVK-Korruptionsskandal leitete. Bischoff erwarb sich einen guten Ruf, welcher auf die Partei abfärben dürfte, zumal er nun für den Regierungsrat kandidiert.

Chancen auf weitere Sitze

Die AL politisiert klar links, meist gemeinsam mit Grünen und SP. Sie setzt sich ein für den Sozialstaat, gegen Steuerprivilegien und ist besonders skeptisch gegenüber der staatlichen Gewalt und deren Eingreifen in die Privatsphäre. So bekämpfte die AL das Hooligan-Konkordat, bezeichnete aber auch das Polizei- und Justizzentrum als «überrissenen Polizei- und Justizpalast».

Die Alternative Liste will bei den Wahlen im April zwei Sitze dazu gewinnen und Fraktionsstärke erreichen. Angesichts des Wahlerfolges der AL bei den Stadtratswahlen in Zürich und dank des Zugpferdes Markus Bischoff dürften sie durchaus Chancen haben, weitere Sitze zu erobern.