Kein Witz: Zürich ist Gastkanton am Zürcher Sechseläuten

Die Zürcher Kantonsregierung hilft den Zünftern aus der Patsche: Sie hat beschlossen, dass Zürich als Gastkanton am Sechseläuten 2015 teilnehmen wird. Finanziert wird der Auftritt mit maximal 350'000 Franken aus dem Lotteriefonds.

Der Böög am Zürcher Sechseläuten 2014.

Bildlegende: Das nächste Mal mit einer blau-weissen Fliege: der Böögg am Zürcher Sechseläuten. Keystone

Das Zentralkomitee der Zünfte kann aufatmen: Der Kanton Zürich springt als Gastkanton am nächsten Sechseläuten in die Bresche. Ursprünglich war der Kanton Luzern als Gastkanton eingeladen, doch die Luzerner sagten aus finanziellen Gründen ab. Die zweite Anfrage ging ans Fürstentum Liechtenstein. Doch auch das Ländle sagte die Teilnahme ab.

Zürich will den Auftritt nutzen, um die Solidarität mit den Bergregionen ins Zentrum zu stellen. Der Kanton wird ihn deshalb gemeinsam mit der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden realisieren. Finanziert wird der Gastauftritt mit maximal 350'000 Franken aus dem Lotteriefonds.

Zürich nicht zum ersten Mal als Gast

Der Heimkanton ist nicht zum ersten Mal Gast am Fest der Zürcher Zünfte. Das war schon 1998 der Fall, und zwar aus historischem Anlass: 200 Jahre zuvor hatten sich die Zürcher Landgemeinden von der Vorherrschaft der Stadt befreit. Seinen zweiten Auftritt mache der Kanton nicht als Lückenbüsser für Luzern und Liechtenstein: «Natürlich haben wir die Absagen mitverfolgt», sagt Regierungssprecherin Cristina Casanova gegenüber Radio SRF, «doch was vorher war, ist nicht relevant. Relevant ist, dass sich der Kanton Zürich solidarisch mit den Berggemeinden zeigen und dazu die Plattform Sechseläuten nutzen kann.»