Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Kritik an neuen Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden wächst

Bürokratisch und intransparent: Die Kritik an der neuen Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB im Kanton Zürich ist gross. Bürgerliche Politiker fordern nun mehr Mitspracherecht der Gemeinden.

Kind auf einem Stuhl, von hinten
Legende: Wer darf beim Kindsschutz wieviel wissen? Diese Frage beschäftigt nun den Regierungsrat. Colourbox

Martin Farner, FDP-Kantonsrat, lässt kein gutes Haar an den Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB), die letztes Jahr im Kanton Zürich die alten Vormundschaftsbehörden ablösten. «Der Informationsfluss ist schlecht», sagt Farner gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Die KESB, welche regional organisiert sind, würden den Gemeinden Informationen «systematisch vorenthalten». Das gehe nicht an, schliesslich würden die Gemeinden die von den KESB angeordneten Massnahmen am Ende bezahlen. «Es braucht jetzt dringend mehr Transparenz», fordert Farner.

Der Regierungsrat schaltet sich ein

Zusammen mit anderen bürgerlichen Kantonsräten hat der FDP-Politiker ein dringliches Postulat eingereicht. Der Regierungsrat wird sich bis in vier Wochen zum Thema äussern müssen.

Die KESB weisen die Forderung, den Gemeinden mehr Einblick in ihre Entscheide zu gewähren, zurück. Dies würde die Prozesse bloss verlangsamen, sagt Ruedi Winet, Präsident der KESB-Vereinigung des Kantons Zürich, auf Anfrage. «Dies wäre nicht im Sinn eines guten Kindes- und Erwachsenenschutzes.»