Laserattacken gegen Tramchauffeure nehmen zu

Im letzten Jahr wurden 38 Chauffeure und Chauffeusen der VBZ von Lasern geblendet. Fast dreimal mehr als im Jahr davor. Die Attacken können zu bleibenden Schäden an den Augen führen. Mit einer Kampagne will die VBZ jetzt auf das Problem aufmerksam machen.

VBZ-Trampilotin in Zürich

Bildlegende: Als ob sie nicht schon genug Stress hätten: Tramchauffeusen und -chauffeure werden vermehrt mit Lasern attackiert. Keystone

Die Zahl der Laserpointer-Attacken steigt: Wurden im Jahr 2013 erst 14 Chauffeure und Chauffeusen geblendet, waren es im letzten Jahr bereits 38 – für die VBZ sind dies 38 Attacken zu viel.

Für die Augen der Betroffenen kann das Anstrahlen verheerende Folgen haben. Die Regeneration der Netzhaut kann mehrere Jahre dauern. Manchmal sind die Schäden dauerhaft, auch ein Erblinden ist möglich. Die VBZ sorgen sich aber nicht nur um die Gesundheit ihrer Angestellten, sondern auch um die Unversehrtheit der Passagiere.

Schutzbrillen fürs Personal

Mit einer Kampagne wollen sie deshalb auf das Problem aufmerksam machen – und Laserpointer-Besitzer von ihren vermeintlichen Scherzen abhalten. In der Kampagne ist ein Tramchauffeur im Schutzanzug zu sehen, mit Laserschutzbrille und Helm. Die VBZ rufen zudem dazu auf, die Polizei zu alarmieren, wenn jemand eine Attacke beobachte. Oft würden diese den Straftatbestand der leichten oder schweren Körperverletzung erfüllen. Der Täter macht sich zudem wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte strafbar.