Lösung im Streit um die rostigen Hafenkran-Souvenirs

Die rostigen Schrauben des Hafenkrans sind beliebt. Sowohl beim Künstler Jan Morgenthaler als auch bei der Stadt Zürich mehren sich die Anfragen. Die Stadt sammelte die Überbleibsel – sehr zum Unmut des Künstlers. Ein Treffen der beiden Parteien hat jetzt aber eine Lösung gebracht.

Blick von unten auf den Zürcher Hafenkran.

Bildlegende: Die rostigen Schrauben sind begehrt: Als Souvenir. SRF

Bald ist der Zürcher Hafenkran Geschichte, der Abbau hat begonnen. Damit er nicht ganz vergessen geht, möchten viele ein Erinnerungsstück – zum Beispiel eine Schraube. «Die Stadt hat in den letzten Tagen viele derartige Anfragen erhalten», sagt Pio Sulzer, Mediensprecher des Zürcher Tiefbau-Departementes.

«Die Stadt sammelt nun die Schrauben. Zürich ist schliesslich Eigentümerin des Hafenkrans», sagt Pio Sulzer. «Wir können den Kran nicht einfach den Künstlern überlassen.» Bei diesen, allen voran Initiator Jan Morgenthaler, kommt diese Haltung nicht gut an. Er will sicher stellen, dass die Bevölkerung die Schrauben erhält.

Gut schweizerischer Kompromiss

Kaum ist der Streit aufgetaucht, haben Künstler und Stadt bereits eine Lösung gefunden. «Der Bauleiter wird die Erinnerungsstücke sammeln und entscheiden, was sich als Souvenir eignet», erzählt Mediensprecher Pio Sulzer. «Danach werden wir die Stücke aufteilen, einen Teil erhält die Stadt, den anderen die Künstler.»

Egal wer die Hafenkran-Überbleibsel verteilt: Sie sollen alle der Bevölkerung zugute kommen. Denn Pio Sulzer dementiert Berichte, dass der Stadtrat die Schrauben an erlesene, ausländische Gäste verteilen wolle.