Mehr günstige Wohnungen - bürgerliche Gemeinden winken ab

Der Wunsch nach Zonen für günstigen Wohnraum war mit 58,4 Prozent Ja-Stimmen sehr deutlich. Bei den bürgerlichen Gemeinden sieht man trotz allem aber keinen dringenden Handlungsbedarf.

Abstimmungsplakate zur Änderung des PBG.

Bildlegende: Abstimmungskampf vorbei - die Entscheidung ist gefallen. SRF

Maximilian Walter ist SVP-Gemeindepräsident in Regensdorf. In seiner Gemeinde haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Vorlage zur Änderung des Planungs- und Baugesetzes mit 55 Prozent angenommen. Trotzdem sieht Walter darin keinen Auftrag der Bevölkerung zur Änderung der Baupolitik in

Regensdorf, wie er gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erklärt. Ebenso die Einschätzung von Bruno Walliser. Der SVP-Gemeindepräsident von Volketswil will das Thema zwar im Gemeinderat ansprechen, er sieht aber kaum noch die Möglichkeit in Volketswil zu bauen: «Die Kulturlandinitiative schränkt uns dermassen ein, dass wir praktisch kein Land mehr haben, welches verbaut werden könnte».

Alterswohnungen anstatt günstige Wohnungen

Ähnlich tönt es in Langnau am Albis. Es gäbe keinen Platz für Zonen für günstigen Wohnraum, sagt CVP-Gemeindepräsident Peter Herzog der Meinung. Die Landreserven, die man noch habe, brauche Langnau für Alterswohnungen. Und auch in Oberrieden, wo SVP-Kantonsrat Martin Arnold als Gemeindepräsident amtet, sieht man auf Grund des Abstimmungsresultates keinen Handlungsbedarf. «Genossenschaftlicher Wohnungsbau ist eine gute Sache, nur dafür hätte es die Änderung des PBG nicht gebraucht», so Arnold, er werde das Thema, wie schon vor der Abstimmung geplant, im Gemeinderat diskutieren.