Klettern mit Flüchtlingen Mit ClimbAID die Freude und das Lachen wieder finden

Die Organisation ClimbAID bietet mit dem Projekt MaxiMiNimum jungen Flüchtlingen in Zürich Abwechslung im Alltag.

Klettern ist die Leidenschaft von Beat Baggenstos. Der 34-Jährige hat seinen gut bezahlten Job bei einer Bank an den Nagel gehängt und verbringt so viel Zeit wie möglich an Felsen. Bei einem Freiwilligeneinsatz mit Flüchtlingen im Libanon kam ihm die Idee, dass Klettern diesen Menschen helfen könnte, mit ihrer schwierigen Lage besser zurechtzukommen. Mit ClimbAID, einer von ihm gegründeten Organisation, setzt er diese Idee nun um.

Bouldern als Therapie

In Zürich bietet ClimbAID zusammen mit der Boulderhalle Minimum in Altstetten jungen Flüchtlingen dreimal in der Woche ein begleitetes Klettertraining an. Bouldern – das seilfreie Klettern auf Absprunghöhe – bietet sich dafür an, weil es dafür kaum Ausrüstung braucht.

Baggenstos ist überzeugt, dass die jungen Flüchtlinge – Männer wie Frauen – von diesem Training auf vielfältige Weise profitieren können. Es bietet Abwechslung im Alltag, das Lösen von Kletteraufgaben stellt die jungen Leute vor körperliche und geistige Herausforderungen und ermöglicht auch ein starkes Gemeinschaftserlebnis.

«  Viele der jungen Erwachsenen sind traumatisiert - Klettern kann ein Weg sein, damit sie sich wieder spüren können. »

Beat Baggenstos
Gründer ClimbAID

Baggenstos hat aber noch weitere Ideen: Im Libanon will er mit einer mobilen Kletteranlage Flüchtlingslager besuchen. «Rolling Rock» heisst dieses Projekt. Betrieben werden soll die Anlage vor allem mit Hilfe von Freiwilligen. Dieses Projekt ist noch im Aufbau. Das Geld für den Start ist beisammen.

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