Nach der Parade stinkts zum Himmel

An der Zürcher Street Parade hat die Putzequipe von Entsorgung & Recycling Zürich 129 Tonnen Abfall eingesammelt. Was noch übrig bleibt, ist der beissende Urin-Gestank in der Luft.

Plastikbecher, Dosen und Petflaschen am Boden.

Bildlegende: Je mehr Leute, desto mehr Abfall: 2015 waren es 129 Tonnen. Keystone

Eine Million Menschen pilgerten am Samstag an die Street Parade und tanzten ums Zürcher Seebecken. Je mehr Leute feiern, um so grösser sind danach die Abfallberge. 129 Tonnen hat Entsorgung & Recycling Zürich eingesammelt. «Eine Tonne davon sind Wertstoffe, wie Aluminium, Dosen und Glas», bilanziert Leta Filli vom ERZ.

Immer der Nase nach

Was die Putzequipen zum Wochenstart noch beschäftigt, ist der Urin Gestank in den Gassen und Strassen. Zwar würde man die neuralgischen Stellen kennen, so Filli, trotzdem werde man auch häufig von Anwohner auf weitere Orte hingewiesen, an welchen es zum Himmel stinkt. Immer der Nase nach, sei darum das Motto. «Und immer dort, wo es stinkt, versprüht man ein Anti-Urinmittel, das bindet dann den Geruch», so das Rezept von Leta Filli.

Die Kosten für die Reinigung müssen die Organisatoren der Street Parade übernehmen. Im vergangenen Jahr hat man dabei noch eine Unterstützung durch die öffentliche Hand verlangt. Heute sagt Street Parade-Sprecher Stefan Epli, man übernehme die Kosten gerne. Immerhin habe die Stadt genug investiert, indem sie alles daran gesetzt habe, dass die Baustelle beim Bellevue rechtzeitig fertig wurde. «Das hat uns begeistert», bilanziert Epli.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6:30 Uhr)