Naturschützer künden Strafanzeige gegen die Jagdschiessanlage an

Der Verein Pro Tössauen will mit einer Strafanzeige gegen die Betreiber der Jagdschiessanlage Au bei Embrach vorgehen. Sie monieren eine permanente Verletzung der Naturschutzverordung und will dies nicht mehr hinnehmen.

Waldboden übersät mit Scherben von Tontauben

Bildlegende: Scherben im Wald: Das Tontaubenschiessen hinterlässt Spuren im Naturschutzgebiet. SRF

Der Streit um die Jagdschiessanlage Au bei Embrach dauert schon Jahre. Der Verein Pro Tössauen hat mit seinem Kampf gegen den Schiessbetrieb der geschützten Auenlandschaft an der Töss immerhin erreicht, dass die Anlage verlegt werden soll. Das Projekt hat aber noch einige Hürden zu nehmen. Der Schiessbetrieb auf der Anlage geht unterdessen weiter.

Dabei werden im Auenwald weiter Scherben der Tontauben abgelagert, kritisieren die Naturschützer. Das sei ein permanenter Verstoss gegen die Naturschutzverordnung. Deshalb wollen sie nun Strafanzeige gegen die Betreiber einreichen, heisst es im Zürcher Unterländer.

«  Wir versprechen uns von der Strafanzeige, dass andere Stellen hinschauen müssen als der Kanton oder die Baudirektion. »

Marianne Trüb
Präsidentin Verein Pro Tössauen

 Dass Areal liegt im Grundwasser-Schutzgebiet. Dass es saniert werden muss, ist unbestritten und schon seit Jahren bekannt. Der Kanton arbeitet an einem Konzept für die Sanierung. Den Naturschützern dauert dies zu lange. Und auch zwei Kantonsräte haben dem Regierungsrat zu dieser Angelegenheit kritische Fragen gestellt. Die Regierung hat drei Monate Zeit, diese Fragen zu beantworten.

Die Betreiberin der Anlage, die Zürcher Jagdschützengesellschaft stellt sich auf den Standpunkt, dass sie alle Auflagen des Kantons erfüllt und mit dem Schiessbetrieb kein Recht verletzt.