Noch nicht alle Fussgängerstreifen im Kanton Zürich sind sicher

Nach einer Reihe von Unfällen auf Fussgängerstreifen in den Jahren 2011/2012 hat die Zürcher Kantonspolizei alle rund 2200 davon untersucht. Nur einen Bruchteil davon stuften die Verkehrsexperten als optimal ein. Alle anderen werden oder wurden bereits aufgewertet.

Ein Offroader überfährt einen Fussgängerstreifen trotz eines wartenden Vaters mit Kinderwagen.

Bildlegende: Ohne gegenseitige Rücksicht gibt es keine Sicherheit, auch nicht auf optimalen Fussgängerstreifen. Keystone

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es auch auf einem Fussgängerstreifen mit dem höchsten Standard nicht. Das sagte Kantonsingenieur Felix Muff an einer Medienorientierung in Pfäffikon. Nach einer Unfallserie wurden vor einem Jahr als Sofortmassnahme an allen Übergängen Signaltafeln montiert und vielerorts Bäume und Hecken zurückgeschnitten. Lediglich acht Fussgängerstreifen sind noch ohne Beleuchtung.

Die Sofortmassnahmen zeigen bereits Wirkung: In den ersten acht Monaten dieses Jahres haben sich auf den Fussgängerstreifen auf Kantonsstrassen (ausserhalb von Zürich und Winterthur) 41 Unfälle ereignet, weniger als in der gleichen Zeit der Vorjahre. Auch die Zahl der Verletzten war geringer, allerdings kamen zwei Personen ums Leben. Auf keinem der Fussgängersteifen kam es mehr als einmal zu einem Unfall. Dies zeige, dass die Fussgängerstreifen «im Grundsatz sehr sicher» sind.