Pearl Pedergnana blickt mit Wehmut zurück

Die abgewählte Winterthurer SP-Stadträtin Pearl Pedergnana hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag. Sie sei traurig, aber nicht wütend über ihre Abwahl. Gegen ihren Nachfolger hegt sie keinen Groll. Aber sie ärgert sich über strategische Fehler ihrer Partei.

Es war ein schwarzer Sonntag für die SP: Bei den Stadtratswahlen vom 9. Februar verlor sie einen von ihren drei Sitzen an die SVP. Leidtragende ist Pearl Pedergnana (SP), Bauvorsteherin der Stadt. Sie muss Platz machen für den neu gewählten Josef Lisibach von der SVP.

Am Freitag hat Pearl Pedergnana ihren letzten Arbeitstag. Im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» bedauert die 54-Jährige den unverhofften Abschied. «Das tut weh», sagt sie. «Ich hätte noch viele Aufgaben erledigen wollen.»

Kein Groll, keine Wut

Pedergnana betont aber, dass sie im Stadtrat 13 schöne Jahre erlebt habe. Groll auf ihren Nachfolger, Josef Lisibach, hege sie keinen. «Wenn schon, dann ärgere ich mich über strategische Fehler, die wir gemacht haben», sagt sie. So habe ihre Partei, die SP, die bürgerliche Wahl-Allianz zu wenig ernst genommen.

Am Freitag, um 16.30 Uhr, wird Pearl Pedergnana an einer öffentlichen Feier im Rathaus Winterthur verabschiedet.