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Zürich Schaffhausen «Prächtig, grosszügig, elegant»: Sechseläutenplatz ist eröffnet

Mit dem Druck auf einen roten Buzzer hat die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch das Wasserspiel auf dem neuen Sechseläutenplatz in Gang gesetzt und den Platz damit offiziell eingeweiht. Dass die Bevölkerung den Platz bereits in Beschlag genommen hat, wertete sie als grösstes Kompliment.

Legende: Video Bewegte Geschichte des Sechseläutenplatzes abspielen. Laufzeit 7:58 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.04.2014.

Was lange währt, wird endlich gut. Am Dienstagabend ist der umgestaltete Zürcher Sechseläutenplatz von Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) eingeweiht worden. In ihrer Rede hob Mauch die Bedeutung von Plätzen als wichtige Freiräume und Orte der Begegnung hervor. Als Zeichen der Eröffnung durchschnitt Mauch kein Band, sondern setzte das Wasserspiel erstmals in Betrieb.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten, Platzfäscht genannt, dauern bis am Sonntag. Geboten werden unter anderem Konzerte, Filmveranstaltungen sowie Fototermine mit dem Böögg. Am kommenden Montag ist der Böögg dann in seiner gewohnten Rolle zu sehen: Er geht in Flammen auf.

Wechselvolle Geschichte

Zwischen Bellevue und Opernhaus ist ein rund 16'000 Quadratmeter grosser, mit Valser Quarzit belegter Platz entstanden. Bauminseln mit Kiesbelag, Bänke, Stühle und das Wasserspiel machen ihn attraktiv. Nach Ansicht von Mauch wertet der Platz durch seine «Grosszügigkeit und Eleganz» auch die angrenzenden Bauten auf. Dass sich die ehemalige Sechseläutenwiese nun zum «grössten innerstädtischen Platz der Schweiz» gewandelt hat, ist Ergebnis jahrelanger Diskussionen.

2012 stimmten die Zürcherinnen und Zürcher schliesslich der Neugestaltung und dem entsprechenden Kredit von 17,2 Millionen Franken zu. Mauch dankte der Stadtbevölkerung für ihre Grosszügigkeit. Diese sei bereit gewesen, «tief in ihre Tasche zu langen». Weitere gut zehn Millionen Franken bewilligte der Stadtrat in eigener Kompetenz. Sie dienten vor allem der Erneuerung der Strassenentwässerung, der Werkleitungen und des Strassenoberbaus.

Regierungsrat Stocker überbringt Grussbotschaft des Kantons

Für Unstimmigkeiten mit dem Kanton sorgten die Pläne der Stadt, eine Auto-Abbiegespur zu Gunsten des Platzes aufzuheben. Die Stadt erhielt vor Gericht Recht. Dennoch wünschte der unterlegene Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) am Eröffnungsabend allen «viel Spass und Freude am superschönen neuen Sechseläutenplatz». Er sei überzeugt, dass auf dem Platz «immer etwas läuft».

Der alte Sechseläutenplatz zwischen Bellevue und Opernhaus war vor der Umgestaltung eine Wiese, umgeben von Autostrassen und Parkplätzen. Regelmässig genutzt wurde er vom Sechseläuten, vom Zirkus Knie, vom Zürifäscht, von der Street Parade sowie vom Zurich Film Festival. Diese traditionellen Anlässe werden auch künftig auf dem Platz stattfinden. An 180 Tagen im Jahr soll er allerdings der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Arlette Meier, Zürich
    Ein sehr schöner Platz - ich freue mich. Er lädt zum Verweilen ein. Wurde ja schon von vielen eingenommen - sogar schon vor dem Anbringen der Bänke und mobilen Sitzgelegenheiten. Das Opernhaus und das Wasserspiel bleiben vom Bellevue her gut sichtbar, auch wenn die Bäume auf ihren links und rechts des Platzes stehenden Bauminseln grösser und üppiger werden. Der Plan Lumière wird voll zur Geltung kommen. Auch der Boden mit dem einheimischen Stein ist wunderschön und bringt Weite. Bravo!
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  • Kommentar von Marlene Zweifel, Peñaflor Santiago Chile
    Schön und gut, öffentliche Plätze sind wichtig. Doch wo bleiben die Sitzgelegenheiten und etwas grün, zb. Bäume? Hier in Chile gibt es in jedem Ort mindestens einen öffentlichen Platz der mit schmucken Bänken gespickt ist, Jung und Alt trifft sich zum Schwatz, spielen Schach, auch für Kinder gibt es Raum zum spielen.
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    1. Antwort von A. Müller, Zürich
      Frau Zweifel, bitte informieren Sie sich erst einmal, bevor Sie aus der Ferne einen völlig deplatzierten Kommentar abgeben. Danke! (N.B. Erlebte als Auslandschweizerkind u.a. die Militärdiktatur unter Pinochet in Chile.)
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  • Kommentar von h. anni, zürich
    Weit, leer, kalt. Ich wünschte mir in einer Betonwüste mehr grün, mehr grosse Bäume etc., aber die Pflege kostet was. Doch das ist halt typisch Zürich. Man investiert das Geld viel lieber in rostige, vergängliche Kranenkunst, was ja die Herzen mehr erwärmt und viel kuscheliger daherkommt. Es wird immer mehr zu Grau in Grau. Schrecklich kann ich da nur sagen.
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