Profi-Einbrecher muss länger sitzen

Ein Mitglied einer internationalen Verbrecherbande muss für 11 Jahre ins Gefängnis. Das hat das Zürcher Obergericht entschieden. Er hatte in Zürich und Schaffhausen Schmuckgeschäfte überfallen.

Käufer vor Bijouterie-Auslage

Bildlegende: Der 36-Jährige hat in Zürich eine Bijouterie ausgeraubt und über 5 Millionen Franken erbeutet. Keystone

Die internationale Verbrecherband Pink Panther hat in der Vergangenheit immer wieder mit brutalen Raubüberfallen für Schlagzeilen gesorgt. Vermutlich gehen auch die zwei Überfälle auf ihr Konto, für die der 36-jährige Angeklagte am Donnerstag vor dem Obergericht Zürich sass.

Im Mai 2010 überfielen er und drei Komplizen ein Bijouterie-Geschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse. Einer von ihnen – nicht der Angeklagte – bedrohte dabei den Geschäftsführer mit einer Maschinenpistole. Die Täter erbeuteten Schmuck und Uhren im Wert von 5,5 Millionen Franken. Auch ein Überfall auf ein Schmuckgeschäft in Schaffhausen geht auf sein Konto.

Das Bezirksgericht Zürich hatte den Mann zuvor zu einer Gefängnisstrafe von 6,5 Jahre verurteilt. Das Obergericht hat diese Strafe nun noch einmal erhöht: auf 11 Jahre. Das Gericht begründete die höhere Strafe damit, dass die Tätergruppe bei ihrem Überfall eine Waffe dabei hatten und die Angestellten bedrohten. Ebenfalls hatte es der Angeklagte unterlassen, seine Mittäter zu verraten.