Randenüberfahrung wird nicht durchgehend geteert

Der Schleichweg zwischen Schaffhausen und Beggingen über den Randen bleibt, wie er ist: der Schaffhauser Kantonsrat lehnt die durchgehende Asphaltierung ab. Mit ein Grund für die Ablehnung waren die Kosten.

Schotter und Asphalt über den Randenpass.

Bildlegende: Es bleibt bei Schotter und Asphalt über den Randenpass. zvg motofun.ch

Der grösste Teil der Strecke über den Randenpass ist bereits asphaltiert. Was noch fehlt, ist ein Stück von 2,2 Kilometern Länge. Der Begginger Kantonsrat Walter Vogelsanger (SP) ärgert sich über den jetzigen Zustand: «Der Verkehr ist da. Doch man ignoriert die verstaubten Wiesen und die verärgerten Wanderer.» Die SVP unterstützte das Begehren aus Beggingen - der Staub sei auch für Käfer, Raupen und Pflanzen nicht lustig, teeren sei ökologischer.

Der heftigste Widerstand gegen die Asphaltierung kam aus der SP. Vogelsangers Parteikollege Kurt Zubler: «Wer Teer sät, wird Verkehr ernten.» Andere wiesen daraufhin, dass es sich bei der Naturstrasse auch um einen schönen Wanderweg handle und der Kanton bei einer Asphaltierung für Ersatz besorgt sein müsste. Urs Capaul von den Ökoliberalen sprach von unsinnigem Bodenverschleiss und gewaltigen Kosten.

«Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt nicht»

Die Kosten - mindestens 1 Million Franken - waren auch der Knackpunkt für Regierungsrat Reto Dubach (FDP): «Als Baudirektor muss ich sagen: Da haben wir doch ganz andere Bedürfnisse in diesem Kanton. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt nie und nimmer.» Das Schaffhauser Kantonsparlament lehnte den Vorstoss schliesslich mit 24 zu 16 Stimmen ab.