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Rechnung Stadt Zürich Grosser Überschuss statt kleines Defizit

Der Finanzvorsteher erläutert das Budget anhand einer Präsentation. Ein grosser roter Pfeil weisst nach unten.
Legende: Daniel Leupi, der Herr der Zahlen der Stadt Zürich, erwartete ein Defizit. Herausgekommen ist es anders. Keystone
  • Das Budget 2017 rechnete mit einem Defizit von rund 27 Millionen Franken. Die Rechnung schliesst nun mit einem Plus von rund 153 Millionen. Damit liegt es um 180 Millionen über den Erwartungen.
  • Mit diesem Überschuss hat die Stadt Zürich nun ein Finanzpolster von 1,168 Milliarden Franken.
  • Zum guten Ergebnis beigetragen haben verschiedene Faktoren: Höhere Steuererträge, ein Kursgewinn auf den Flughafenaktien der Stadt, Gewinne aus Liegenschaftsgeschäften oder eine höhere Gewinnausschüttung der Zürcher Kantonalbank.
  • Auch die Verwaltung trug das ihre bei. Verschiedene Dienstabteilungen hätten weniger Geld gebraucht als budgetiert.

Die Stadt wolle ihre bewährte Finanzpolitik fortsetzen, damit sie ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibe. «Mit dem erfreulichen Rechnungsergebnis und einem angemessenen Eigenkapital bleibt die Stadt Zürich handlungsfähig», wird Finanzvorsteher Daniel Leupi (GP) in der Mitteilung der Stadt zitiert.

Ausgewählte Zahlen

Angaben in
Mio. Franken

Budget 2017
Rechung 2017
+/-
Aufwand8'780
8'935
+ 155
Ertrag8'753
9'087
+ 334
Differenz- 27
152
+ 179
Steuern
Haushalte
1'491
1'477
- 14
Steuern
Unternehmen
857
774
- 83
Grundstück
gewinnsteuer
270
395
+ 125

Für die Zukunft verspricht Leupi, dass die Stadtverwaltung über alle Bereiche hinweg Kostenbewusstsein an den Tag lege. Nur so könne die Stadt die Kosten bewältigen, die das stetige Wachstum der Bevölkerung verursache.

Das sagen die Parteien

SP«So wichtig gesunde Finanzen sind, so wenig sind sie Selbstzweck. Der gewonnene finanzielle Spielraum muss deshalb zu Gunsten der Bevölkerung genutzt werden.»
FDP
«Die FDP erwartet jetzt ein deutliches Zeichen, damit nicht neue Aufgaben finanziert werden, sondern die Steuerzahlenden und der Arbeitsplatz Zürich profitieren.»
Grüne«Die gesunde Finanzlage der Stadt erlaubt es, wichtige Projekte endlich anzugehen. Zürich hat sich viel vorgenommen – sprechen wir daher auch die nötigen Mittel! Wir fordern dabei insbesondere, dass die Mittel so eingesetzt werden, dass die Bevölkerung davon profitieren kann.»
SVP«Die SVP setzt sich für eine nachhaltige Finanzpolitik ein, die ohne Sondereinnahmen auskommt. Damit die wirtschaftliche Attraktivität der Stadt gewährleistet bleibt, hat der Abbau des Fremdkapitals von 5,5 Mia. Franken oberste Priorität.»
AL«Die Kosten dieses Wachstums – steigende Mieten und Lärmbelastung – tragen die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich. Sie müssen deshalb auch vom finanziellen Spielraum, über den die Stadt Zürich verfügt, profitieren.»
GLP«Der Stadtrat tut gut daran, möglichst viel für eine attraktive und wachsende Stadt zu tun, um ein nachhaltiges Steuersubstrat bei den juristischen und natürlichen Personen sicherzustellen, ohne sich auf Sondereffekte abstützen zu müssen.»

Die Finanzplanung der Stadt rechnet für die nächsten Jahre mit Defiziten. Nicht absehbar seien auch die Auswirkungen der geplanten Unternehmenssteuerreform (SV17) des Bundes. Über eine Senkung der Steuern will der Finanzvorsteher erst sprechen, wenn diese Auswirkungen klarer sind.

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