Rettungsversuch für Archäologie gescheitert

Das Budget für die Archäologie im Kanton Schaffhausen soll um mehr als die Hälfte gekürzt werden. Ein Rettungsversuch der SP scheiterte im Kantonsrat. Immerhin bemüht sich die Regierung, den Schaden in Grenzen zu halten.

Im Kesslerloch in Thayngen gab es in den letzten Jahren besonders wertvolle archäologische Funde.

Bildlegende: Im Kesslerloch in Thayngen gab es in den letzten Jahren besonders wertvolle archäologische Funde. Wikipedia/Adrian Michael

Im Kesslerloch bei Thayngen, in der Therme in Schleitheim: Überall gräbt die Kantonsarchäologie in der Vergangenheit des Kantons Schaffhausen. 800'000 Franken beträgt ihr Budget, verteilt auf 3 1/2 Stellen. Künftig will der Regierungsrat nur noch 300'000 Franken dafür ausgeben.

Die SP wollte mit einem Vorstoss diesen Abbau verhindern. «Die archäologische Erforschung unseres Kantons ist noch lange nicht abgeschlossen», begründete SP-Kantonsrätin Martina Munz den Vorstoss.

Die Bürgerlichen sind jedoch für die Sparmassnahme und wollen die Ausgrabungen auch nicht forcieren. «Die nächste Generation freut sich bestimmt auch, wenn sie einmal einen bedeutenden archäologischen Fund ausgraben kann», meinte SVP-Vertreter Hans Schwaninger.

Regierung will mit anderen Kantonen zusammenarbeiten

Die Mehrheit stimmte dann auch gegen den Vorstoss der SP. Regierungsrat Reto Dubach beruhigte aber auch die Linke. Die Kantonsarchäologie werde nicht abgeschafft, versprach er. Man werde jedoch die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen wie Thurgau, Zürich oder Aargau anstreben.