«Rimuss» soll erwachsener werden

Seit 70 Jahren ist die Weinkellerei Rahm aus Hallau gut im Geschäft. Und dies nicht nur mit alkoholischen Getränken, sondern vor allem auch dank dem Kinder-Champagner «Rimuss». Die Firma will ihrem Kultgetränk mit neuen Sorten auch ein neues Image verpassen.

Geschäftsführer Hans-Peter Bareth (links) und Peter Rahm (rechts) Verwaltungsrat und Enkel des Firmengründers in der Kelterei.

Bildlegende: Geschäftsführer Hans-Peter Bareth (links) und Peter Rahm (rechts) Enkel des Firmengründers in der Kelterei. SRF

Rund 7 Millionen Flaschen werden in der Weinkellerei Rahm pro Jahr abgefüllt. Aktuell fliesst der erste Wein des Jahrgangs 2014. Gut die Hälfte des Umsatzes macht die Weinkellerei Rahm mit Wein. Die andere Hälfte spülen alkoholfreie Getränke in die Kasse. Wie beispielsweise der Kinder-Champagner «Rimuss»; die bekannteste und wichtigste Marke der Firma Rahm.

Der Grundstein zum Erfolg wurde vor genau 70 Jahren gelegt. Damals, 1945, hat der Hallauer Gemüse- und Rebbauer Jakob Rahm neben dem Weinhandel damit begonnen, hektoliterweise Traubensaft zu verkaufen. Etwas später mischte er dem Traubensaft noch Kohlensäure bei, was «Rimuss» hervorbrachte und damit schweizweite Bekanntheit.

Weg vom Kinderimage

So wichtig der Kinder-Champagner für den Erfolg der Weinkellerei jedoch ist, Verwaltungsrat Peter Rahm, Enkel des Firmengründers, und Geschäftsführer Hans-Peter Bareth wünschen sich zum 70. Geburtstag ein neues Image für «Rimuss». Das Getränk soll nicht nur für Kinder interessant sein, sondern der alkoholfreie Champagner soll dank neuen Sorten wie «Rimuss Secco» sozusagen erwachsen werden - also auch vermehrt Erwachsene ansprechen.

Innovationsfreude und Pioniergeist zeichnen die Weinkellerei Rahm aus. Peter Rahm streicht aber auch die Unternehmenskultur hervor, die seit jeher von christlichen Grundwerten geprägt ist. Vor wichtigen Entscheidungen und in schwierigen Phasen vertraut Peter Rahm oftmals auf göttlichen Rat. Als etwa im letzten Herbst die Kirschessigfliege die Rebbauern zur Verzweiflung trieb, organisierte er kurzerhand einen Buss-Gottesdienst, wie er im «Regionaljournal» erzählt.