Robin Hood im Opernwald

Kinder haben keine Mühe mit zeitgenössischer Musik. Das zeigt die Kinderoper im Zürcher Opernhaus. Nach der «Schatzinsel» und dem «Gespenst von Canterville» hat «Robin Hood» Premiere. Wieder heisst der Komponist Frank Schwemmer. Und wieder tönt es ziemlich kühn und modern.

Der Robin Hood im Zürcher Opernhaus ist ein ziemlich arroganter und unsympathischer Kerl. Das sagt Michael Laurenz. Und er muss es wissen. Denn er singt den Titelhelden. «Am Anfang hatte ich schon etwas Mühe damit», erzählt er in einer Probenpause. Schliesslich sei Robin Hood meistens ein Sympathieträger, ein Held, der den Reichen das Geld nimmt und es den Armen gibt. Aber die Rolle in der Oper sei geschickt konzipiert und Robin werde immer sympathischer.

Tatam und Pengpeng

Die Musik, die der Deutsche Komponist Frank Schwemmer für Robin Hood geschrieben hat, sei fast wie ein Comic, meint der Sänger Michael Laurenz. «Wenn es tatam macht, dann geht im Hintergrund eine Türe auf. Alles was da komponiert ist, hat eine szenische Handlung.» Das mache die Oper so spannend und amüsant. Dazu kommt im Zürcher Opernhaus eine temporeiche Inszenierung, die der Hausherr Andreas Homoki ursprünglich für die komische Oper in Berlin entwickelt hat. Premiere ist am Samstag 15. November und empfohlen ist die Oper für Kinder ab 6 Jahren.

(meys; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)