Schaffhauser Energieversorger SH Power darf auf Neubau hoffen

Das Schaffhauser Stadtparlament hat sich zu einem Ja durchgerungen: Die städtischen Werke (SH Power) sollen am Stadtrand für 18 Millionen Franken einen Neubau erhalten. Umstritten bleibt, was mit dem heutigen Standort geschehen soll.

Visualisierung des neuen Werkhofes von SH Power.

Bildlegende: Der Werkhof von SH Power ist auf dem Areal des neuen, gemeinsamen Tiefbauzentrums von Stadt und Kanton geplant. zvg

Der heutige Werkhof von SH Power liegt direkt am Rhein, an der Uferpromenade Lindli. Um eine teure Sanierung zu umgehen, soll der Energieversorger im Quartier Schweizersbild ein neues Zuhause erhalten. Am Lindli könnten dafür luxuriöse Wohnungen entstehen.

Im Parlament war man sich am Dienstagabend aber gar nicht einig, ob die Stadt Schaffhausen das Areal verkaufen oder nur im Baurecht abgeben soll. Für die Variante Baurecht sprachen sich die linken Parteien aus. Auf bürgerlicher Seite pochte man hingegen – gemeinsam mit dem Stadtrat – auf einen Verkauf. Die Stadt benötige das Geld für den Neubau im Schweizersbild. Könne sie das Land mit einem geschätzten Wert von 17 Millionen Franken nicht verkaufen, führe dies zu einer Neuverschuldung.

Stimmvolk erhält im Juni das letzte Wort

Beide Seiten drohten in der Debatte damit, die Vorlage abzulehnen. Den gordischen Knoten löste das Parlament, indem es nun dem Volk beide Varianten zur Abstimmung vorlegt.

Die Vorlage über den 18-Millionen-Kredit für den Neubau wird nun also mit einer Variantenabstimmung über den Verkauf des bisherigen Werkhofs verknüpft. Sie kommt voraussichtlich diesen Juni zur Abstimmung.