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Schaffhauser ÖV-Fusion Kantonsrat sagt Ja zur Bushochzeit

Alles unter einem Dach: Die Fusion der städtischen und regionalen Verkehrsbetriebe Schaffhausen ist einen Schritt weiter.

Busse im Depot
Legende: Aus zwei mach eins: Nach dem Kantonsrat müssen nun auch noch das Stadtparlament und das Volk die Fusion absegnen. SRF
  • Mit 35 zu 18 Stimmen hat sich der Schaffhauser Kantonsrat am Montag für die Fusion ausgesprochen.
  • Gegen den Zusammenschluss sprachen sich vor allem die linken Ratsmitglieder aus, sie befürchten einen Demokratieabbau.
  • 200'000 Franken sollen eingespart werden.
  • Damit die Fusion möglich wird, müssen noch das Stadtparlament und das Stimmvolk zustimmen.

Durch die Fusion soll auf Anfang 2019 aus den beiden Betrieben eine öffentlich-rechtliche Anstalt im Besitz der Stadt Schaffhausen werden. Schon heute benutzen die beiden Betriebe ein gemeinsames Busdepot und haben auch die Geschäftsführung gemeinsam.

Argumente der Befürworter: Die bürgerlichen -und die Mitteparteien finden, in einem kleinen Kanton wie Schaffhausen brauche es nicht zwei öffentliche Busbetriebe. Nachdem sich die Stadt und die Gewerkschaft des Buspersonals am Wochenende in letzter Minute auf einen Gesamtarbeitsvertrag einigen konnten, stehe der Fusion nichts mehr im Wege.

Argumente der Gegner: Die SP und die AL monierten, durch die neue Rechtsform komme es zu einem Mitspracheverlust und einem Demokratieabbau. Ausserdem stehle sich der Kanton aus der Verantwortung. Da er künftig nur noch Besteller sei, bestehe die Gefahr, dass Busverbindungen in weniger rentable Randregionen ausgedünnt würden.

Die Verkehrsbetriebe Schaffhausen betreiben in der Stadt und in der Gemeinde Neuhausen mit 41 Bussen ein Streckennetz von rund 45 Kilometern. Die Regionalen Verkehrsbetriebe Schaffhausen verbinden mit 26 Bussen 21 Schaffhauser und zwei deutsche Gemeinden.

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