Schaffhauser Polizei sagt Kiffern am Steuer den Kampf an

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kanton Schaffhausen ist im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen, die Unfälle waren aber gravierender, wie die Statistik der Verkehrspolizei zeigt. Ein besonderes Problem seien Autofahrer unter Drogeneinfluss. Hier will die Polizei nun vermehrt Kontrollen durchführen.

Autobahn in der Nacht

Bildlegende: Fahren unter Drogeneinfluss: Eine grosse Gefahr, warnt die Schaffhauser Polizei. Keystone

Im Kanton Schaffhausen wurden 2015 mit 43 gleich viele Menschen schwer verletzt wie im Vorjahr, obwohl sich die Anzahl der Unfälle von 516 auf 461 reduzierte. Bereits im Vorjahr hatte die Schaffhauser Verkehrspolizei zu so wenigen Unfällen ausrücken müssen wie seit 20 Jahren nicht mehr.

2015 ist die Zahl der Verkehrsunfälle nun noch einmal um 55 zurückgegangen, wie die Schaffhauser Polizei am Donnerstag vor den Medien bekanntgab.

«Die Zahl der Unfälle ist sehr niedrig», sagte Martin Tanner, Chef der Verkehrspolizei bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik. Die Unfälle seien aber schwerer geworden, sagte Tanner, was die konstante Zahl der Schwerverletzten zeige.

Insgesamt verletzten sich 202 Fahrzeuglenker, Beifahrer oder Fussgänger bei Unfällen, das sind 14 mehr als im Vorjahr. Drei Personen verloren ihr Leben – eine weniger als 2014. Getötet wurden ein E-Bike-Fahrer, ein Motorradfahrer sowie ein Personenwagenlenker.

Viel Alkohol, Drogen und Medikamente im Spiel

Als «sehr bedenklich» bezeichnete der Chef der Verkehrspolizei, dass immer mehr Personen unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt werden. Deren Zahl stieg von 55 auf 76. «Da müssen wir etwas dagegen tun», sagte Tanner und kündigte vermehrte Kontrollen an.

Hinter jedem der Unfälle stecke eine menschliche Tragödie, sagte Polizeikommandant Kurt Blöchlinger. «Wir müssen den Leuten bewusst machen, was alles mit einem leichtsinnig verursachten Verkehrsunfall verbunden ist.» Deshalb sei eine der wichtigsten Arbeiten der Polizei die Prävention.