Schaffhauser Rechnungsdebatte während WM-Knaller

Trotz des Achtelfinalspiels der Schweizer Fussballer gegen Argentinien: Das Parlament der Stadt Schaffhausen behandelte und genehmigte zeitgleich die Rechnung 2013. Viele Politikerinnen und Politiker liessen es sich aber nicht nehmen, das Spiel während der Sitzung übers Internet zu verfolgen.

Ein Politiker blättert in der Stadtrechnung, während auf dem Computer vor ihm ein Fussballspiel läuft.

Bildlegende: Politisieren und Fussball schauen: Erlaubt, wenn die Schweiz schon im WM-Achtelfinal gegen Argentinien spielt. SRF

Da blutete manches Fussballerherz im Ratssaal. Dennoch hat der Grosse Stadtrat in Schaffhausen zeitgleich mit dem Anpfiff zum WM-Achtelfinal Schweiz gegen Argentinien getagt. «Schade, dass sich die Sitzung nicht verschieben liess», fand Finanzreferent und Fussballfan Peter Neukomm.

Wie andere im Parlament verfolgte auch er den Match wenigstens mit einem Auge mit. Der Ratssaal verfügt seit einiger Zeit über eine drahtlose Internetverbindung. So waren etliche Mitglieder des Grossen Stadtrates jederzeit über ihr Smartphone oder einen Tablet-Computer über das Geschehen in Brasilien im Bild.

Seriös wurde dennoch gearbeitet. Bis auf eine Abwesenheit war das Parlament vollzählig und man hielt sich auch mit längeren Voten nicht zurück. Die Stadtrechnung 2013, die mit einem Überschuss von knapp zweieinhalb Millionen Franken schliesst, wurde einstimmig genehmigt.

ster, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6.30 Uhr