«Schüler hören Gleichaltrigen besser zu»

Seit drei Jahren besuchen Fachleute der Schuldenprävention Abschlussklassen in der Stadt Zürich. Sie sensibilisieren sie im Umgang mit Geld und zeigen ihnen klassische Schuldenfallen auf. Jetzt baut die Fachstelle ihr Angebot aus und setzt dafür auch Lehrlinge der Stadt ein.

Eine Hand zückt einen Hunderter aus einem Portemonnaie

Bildlegende: Mit Geld sind viele Träume verbunden. Jugendliche, die ihr eigenes Geld verdienen wissen, wie sie damit umgehen müssen. Keystone

Die Workshops rund um die Themen Geld, Konsum und Verschuldung sind begehrt: Im letzten Jahr, berichtet die Schuldenprävention der Stadt Zürich, hätten die Kurse nahezu flächendeckend in allen Klassen der 3. Sekundarschule stattgefunden.

«Die Jugendlichen sprechen gern über Geld», sagt Gregor Mägerle, Leiter der Schuldenprävention. Oft seien mit Geld viele Träume verbunden, das führe zu angeregten Gesprächen.

Erfahrungen aus erster Hand

In den neuen Kursen kommen jetzt auch Lehrlinge zu Wort, die praktisch gleich alt sind wie die Schülerinnen und Schüler. Erste Erfahrungen zeigen, dass dies gut ankommt: «Die Message stösst bei den Schülerinnen und Schülern auf offene Ohren», erzählen die Lehrlinge. Diese arbeiten selber bei einer der Betreibungsämter der Stadt Zürich und kennen damit die Probleme einer Verschuldung gut. Und sie mussten selber lernen, mit ihrem Lehrlingslohn umzugehen.

Eine Lehrerin einer Pilotklasse bestätigt: «Die Schülerinnen und Schüler hören Gleichaltrigen einfach viel besser zu.» Die Schuldenpräventionsstelle bietet das neue Angebot für die 2. Sekundarklasse deshalb neu fix an. Und erneut haben sich sieben Lehrlinge freiwillig gemeldet, diese Klassen zu besuchen und den Teenagern aus ihrem eigenen Alltag im Umgang mit Geld zu berichten.