Schulversuch mit nur zwei Lehrpersonen kann starten

Ab Sommer 2013 sollen verschiedene Schulklassen im Kanton Zürich nur noch von zwei Lehrpersonen unterrichtet werden. Die Bildungsdirektion erhofft sich davon eine Stärkung der Lernbeziehung zwischen Schülern und Lehrern. Trotz kurzer Anmeldefrist haben sich fünf Gemeinden zum Versuch entschlossen.

Eine Grundstufe lässt sich von der Lehrerin die Zahlen erklären.

Bildlegende: In Zukunft sollen nur noch zwei Lehrpersonen eine Klasse unterrichten. Heute sind es oft fünf, sechs oder noch mehr. Keystone

Fünf Anmeldungen - das klingt nicht nach einem Ansturm. Trotzdem ist man beim Zürcher Volksschulamt zufrieden, sagt Martin Wendelspiess, Leiter des Zürcher Volksschulamtes: «Wir hatten Angst, dass sich nicht viele Gemeinden melden, weil die Anmeldefrist so kurz war.» Die Namen der Gemeinden will Wendelspiess nicht nennen, sie seien aber erfreulicherweise sehr unterschiedlich: «Stadt und Land, gross und klein, alles ist dabei.»

Viele Bedingungen müssen erfüllt sein

Die Gesuche werden nun vom Volksschulamt genau geprüft. Die Schulen müssen bestimmte Bedingungen erfüllen, zum Beispiel muss die integrative Förderung den Klassenlehrern übergeben werden. Ausserdem braucht es ein Förderkonzept und die Lehrer müssen bereit sein, eine Weiterbildung zu absolvieren falls nötig. Wenn die Gesuche die Bedingungen erfüllen, können die Schulen im August starten. Insgesamt sei man mit über 30 Gemeinden, die sich für den Schulversuch interessiert hätten, im Kontakt gewesen, sagt Wendelspiess weiter. Für die zweite Staffel im übernächsten Jahr geht er deshalb davon aus, dass sich deutlich mehr Gemeinden anmelden werden.