Sechseläutenplatz: Valser Quarzit statt brauner Acker

Was für Bern recht ist, ist für Zürich billig: Auch die Limmatstadt bekommt nun einen mit Valser Quarzit gedeckten Platz. In den nächsten Wochen werden 110'000 Steinblöcke auf dem Sechseläutenplatz verlegt.

Die Alpenfaltung gab dem Valser Quarzit vor 50 Millionen Jahren seine charakteristische grünliche Färbung. Feldspat und Quarz sorgen für die charakteristische Struktur. Zusammen bringen die 110'000 Steinblöcke ein Gewicht von 3500 Tonnen auf die Waage. Getragen werden sie von einer Schicht aus Kies und Beton.

Ein Arbeiter misst die Lage des nächsten Steins aus.

Bildlegende: Stein für Stein: Das Parkett bedeckt am Schluss eine Fläche von 11'000 Quadratmetern. SRF

Geprüft auf Herz und Nieren

Wie rutschfest ist der Stein? Wie gut lässt er sich reinigen? Wie verhält er sich in einer Hitzeperiode? Und wie hält er eine Düngung mit Elefantenkot aus? Auf jede dieser Fragen wollte die Stadt eine Antwort, bevor sie den Auftrag ins Bündner Bergtal vergab. «Stellen Sie sich vor, der Elefantendung hätte auf irgendeine Art mit dem Quarzit reagiert - wir wären die Deppen der Nation geworden», beschreibt Stefan Hack, Sprecher vom Tiefbauamt den schlimmsten Alptraum der Verantwortlichen. Die Tests ergaben: der Stein hält allen Anforderungen stand. Nun wird er auf der Sechseläutenwiese Stück für Stück verlegt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Jahr. Das Sechseläuten 2014 soll dann erstmals auf dem neu gestalteten Platz stattfinden.