«Seppel war für mich wie ein Bruder»

Das Schaffhauser Museum zu Allerheiligen widmet dem Schaffhauser Künstler Josef «Seppel» Gnädinger eine Retrospektive. Sein berühmter Neffe, Schauspieler Mathias Gnädinger, erinnert sich gerne an seinen Onkel. Dieser sei für den Start seiner Schauspielkarriere verantwortlich.

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Mathias Gnädinger und sein Porträt ohne Gesicht

2:20 min, vom 30.11.2014

Josef Gnädinger (1919 - 2000), von allen «Seppel» genannt, war eine vielfältig begabte Persönlichkeit und ein Schaffhauser Original.Der Kleinbauer aus Ramsen hatte sich die verschiedenen Mal-, Schnitz- und Drucktechniken selbst beigebracht und so seinen Werken einen ganz eigenen Stil gegeben. Daneben war er 17 Jahre lang als Entwicklungshelfer in Togo tätig.

Er sei immer gerne bei Seppel auf dem Bauernhof gewesen, sagt sein Neffe Mathias Gnädinger anlässlich eines Rundgangs durch die neue Ausstellung im Museum zu Allerheiligen. «Seppel war für mich wie ein Bruder, der mir vieles beibrachte.» Ausserdem habe Seppel ihn damals nach seiner Schriftsetzer-Lehre für die Aufnahmeprüfung am Bühnenstudio in Zürich angemeldet. «So bin ich dann Schauspieler geworden.»

Ausstellung «Josef Gnädinger - Bauer und Künstler» noch bis 8. März 2015 im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen.