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Zürich Schaffhausen Stadtrat Peter Käppler: Abschied mit Wehmut, aber ohne Groll

Acht Jahre lang war Peter Käppler SP-Stadtrat in Schaffhausen. Per Ende Jahr muss er sein Büro räumen, weil er im August abgewählt wurde. «Zuerst kommt der Schock, dann die Enttäuschung und dann schaut man vorwärts», sagt Käppler. Und er freue sich auf die neue Freiheit nach dem Stadtratsjob.

Peter Käppler mit braunen Haaren, Brille und schwarz-weiss kariertem Hemd am Stehtisch.
Legende: Verbringt seine letzten Tage im Stadtratsbüro: der abgewählte Schaffhauser SP-Stadtrat Peter Käppler. SRF

Nur gerade 25 Stimmen fehlten SP-Politiker Peter Käppler bei den Schaffhauser Stadtratswahlen im August, um wiedergewählt zu werden. Jetzt, vier Monate später, hat er den Schock über seine Abwahl einigermassen verdaut.

«Ich habe verschiedene Gefühle, während ich hier mein Büro räume», sagte Peter Käppler zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

«Es ist Wehmut dabei, gute Erinnerungen kommen hoch, aber auch Erinnerungen an schwierige Dossiers.» Er sehe aber auch, was er alles geleistet habe in den acht Jahren.

Besonders stolz ist Peter Käppler auf die Entwicklung der Stadt Schaffhausen. «Vor acht Jahren befand sich die Stadt in einer Abwärtsspirale.» Heute sei Schaffhausen eine attraktive Stadt. «Wir haben den Turnaround geschafft.»

Die Abwahl war im ersten Augenblick ein Schock.

Ich war enttäuscht und frustriert.

«Dann habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht habe.» Ein klares Resultat hat diese Frage nicht gebracht. «Es ist schwierig, die eigenen Fehler einzuschätzen», sagt Käppler.

Groll auf seinen Nachfolger habe er aber keinen. «Ich verstehe mich gut mit Raphaël Rohner.» Und überhaupt schaue er positiv in die Zukunft.

Ich fühle mich jetzt freier, habe weniger Druck auf den Schultern und deshalb mehr Kraft für das Privatleben, für Freunde und Familie.

Zunächst nimmt sich Peter Käppler nun eine Auszeit. Dann will er eine neue Herausforderung anpacken. Denn: «Um auf der faulen Haut zu liegen, bin ich zu jung.»