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Trotz Kritik Zürcher CVP hält an ihrer Strategie fest

Beide Zürcher CVP-Nationalrätinnen treten zurück. Auf die sozial-liberalen Frauen sollen konservativere Männer folgen.

Nach elf Jahren tritt die Zürcher CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer zurück. Nun kritisiert sie die konservative Linie der Partei unter Präsident Gerhard Pfister. Der linke Flügel habe massiv an Gewicht verloren, so Schmid-Federer: «Viele sogenannt linke CVP-Vertreter sind gegangen und durch Bürgerliche ersetzt worden.»

Für Barbara Schmid-Federer rückt der Zürcher Kantonsrat und Stadtpräsident von Wädenswil Philipp Kutter nach. Er selbst ist zuversichtlich, dass er gewählt wird, obwohl er nicht gleich links politisiert wie seine Vorgängerin: «Ich habe ein soziales Herz, bin aber eine Spur wirtschaftsfreundlicher als Barbara Schmid-Federer.»

Anders sieht die Ausgangslage für die Verteidigung des zweiten CVP-Sitzes aus. Schmid-Federer empfiehlt ihrer Partei, wieder auf die sozial-liberalen Werte zu setzen. Die Parteileitung hingegen will, dass der klar bürgerlichste aller CVP-Politiker im Zürcher Kantonsrat, Josef Wiederkehr, diesen Sitz verteidigt.

Die beiden Männer sind gut vernetzt und haben viel Kontakt zur Basis.
Autor: Nicole BarandunPräsidentin CVP Kanton Zürich

Nicole Barandun, Präsidentin der kantonalen CVP, ist überzeugt, dass es Kutter und Wiederkehr schaffen, die beiden freiwerdenden Sitze zu verteidigen. Beide seien langjährige, erfahrene Politiker und wüssten, wie man sich vernetze. Sie seien genau die Richtigen.

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